Spiele

 

 

Schach

Der Vorläufer aller Spiele aus der Schachfamilie, also nicht nur des europäischen Schachs, entstand vermutlich in Nordindien aus einem Vierpersonenspiel. Dieses Urschach wurde Chaturanga genannt. Über Persien und nach dessen Eroberung durch die Araber in Folge der Islamischen Expansion wurde das Schachspiel weiter verbreitet. Spätestens im 13. Jahrhundert war das Schachspiel in Europa fest etabliert, denn seit dieser Zeit gehörte es zu den sieben Tugenden der Ritter. Im 15. Jahrhundert kam es, vermutlich in Spanien, zu einer großen Reform der Spielregeln, bei denen die heute gültigen Gangarten für Dame und Bauer sowie die Rochaderegel erfunden wurden. In den folgenden Jahrhunderten trugen vor allem europäische Schachmeister zur Erforschung des Spiels bei. 

Quelle:  http://de.wikipedia.org/wiki/Schach#Geschichte 

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Das Bild zeigt zwei Tempelritter beim Schach um ca. 1283 

Quelle: Aus dem Buch Libro de Juegos 

 

 

Lewis Schachfiguren 

Die Lewis-Schachfiguren (engl. Lewis Chessmen) sind ein Satz von insgesamt 78 Schachfiguren, die 1831 auf der schottischen Isle of Lewis, der größten Insel der Äußeren Hebriden, entdeckt wurden. Sie wurden vermutlich in Norwegen hergestellt und gelten als die besterhaltenen mittelalterlichen Spielsteine. Außerdem sind sie ein hervorragendes Zeugnis romanischer Elfenbeinschnitzerei.

Ursprünge

Die Schachfiguren entstanden vermutlich in der zweiten Hälfte des 12. Jahrhunderts in Norwegen, wo in Trondheim ähnliche Figuren entdeckt wurden. Zu dieser Zeit hatte sich das Schachspiel aus dem arabischen Raum über Sizilien und Spanien nach Europa verbreitet. Wikinger, die regen Handel mit den Arabern im Mittelmeerraum trieben, brachten schon früh das Schachspiel nach Skandinavien. So wurden in den Vogesen Schachfiguren skandinavischer Herkunft aus dem 10. Jahrhundert gefunden, die aber noch stark den arabischen Figuren ähnelten. Bei den Lewis-Schachfiguren dagegen wurde der Alfil, die Vorgängerfigur des Läufers, schon als Bischof dargestellt (die ursprüngliche Gestalt war ein Elefant), somit zählen diese Figuren zu den ersten Schachfiguren abendländischen Typs.

Die Lewis-Schachfiguren wurden im romanischen Stil aus dem Elfenbein von Walrossen und Walzähnen gefertigt. Bis heute erhalten sind insgesamt 78 Figuren, die zu vier Figurensätzen gehörten, von denen zwei vollständig sind. Insgesamt wurden 8 Könige, 8 Königinnen, 16 Bischöfe (Alfil/Läufer), 15 Springer, 12 Türme und 19 Bauern gefunden. Mit Ausnahme der Bauern, die Marksteinen ähneln, besitzen alle Spielfiguren menschliche Züge. Die Könige und Königinnen sitzen auf Thronen, die Springer auf Pferden. Kleidung und Waffen sind detailliert dargestellt, die Bischöfe sind mit einem Bischofsstab und einer Bibel ausgestattet. Einige der Türme sind als Berserker dargestellt, die mit wildem Blick in ihre Schilde beißen. Die meisten Spielfiguren betrachten das Spielgeschehen eher mit einem bestürzten Gesichtsausdruck. Die größten Spielsteine sind die Bischöfe, die bis zu 10,2 cm hoch sind. Da einige der Figuren ursprünglich rot bemalt waren, dürfte das Schachbrett in weiße und rote Felder unterteilt gewesen sein; eine Unterscheidung in Weiß und Schwarz war damals offenbar noch nicht üblich.

Entdeckung und Ausstellung der Schachfiguren

Die Entdeckungsgeschichte ist ungeklärt, mit ihr sind mehrere Legenden und Gerüchte verbunden. Auch die Umstände, unter denen die Figuren auf die Isle of Lewis kamen, sind unbekannt. Im 12. und 13. Jahrhundert zählten die Äußeren Hebriden, an deren nördlichen Ende die Lewis liegt, zum norwegischen Reich. Es wird angenommen, dass die Schachfiguren zu dieser Zeit auf der Isle of Lewis von einem norwegischen Händler versteckt wurden.

Erstmalig präsentiert wurden die Lewis-Schachfiguren am 11. April 1831, als sie bei einem Treffen der Society of Antiquaries of Scotland ausgestellt wurden. Es gibt keine zeitgenössischen Quellen über den genauen Zeitpunkt der Entdeckung, die Figuren sollen aber in einer kleinen gemauerten Kammer in einer Sandbank in der Bucht von Uig an der Westküste von Lewis gefunden worden sein. Zusammen mit den Schachfiguren wurden 14 Tabula-Spielsteine und eine Gürtelschnalle gefunden.

Die Sammlung der Schachfiguren wurde bald nach der ersten Ausstellung aufgeteilt. Zehn Figuren wurden von dem Maler Charles Kirkpatrick Sharpe gekauft, 67 Figuren wurden vom Britischen Museum, wo sie auch heute noch ausgestellt werden, für 84 Britische Pfund erworben. Sharpe fand später noch eine weitere Figur und verkaufte alle elf Schachfiguren an den Sammler Lord Londesborough. 1888 wurden diese von der Society of Antiquaries of Scotland erworben, die sie dem Royal Museum in Edinburgh überließen (heute National Museum of Scotland).

Aus archäologischer Sicht gelten die Lewis-Schachfiguren als die besterhaltenen Zeugnisse nordischer Siedlungen in Schottland. Vor allem die Sammlung des Britischen Museums führte zur hohen Popularität der Figuren. Sie gelten als die berühmtesten mittelalterlichen Spielfiguren.

Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Lewis-Schachfiguren 

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Original Figuren aus dem Britischem Museum 

Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Lewis-Schachfiguren 

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Photograph © Andrew Dunn, 3 December 2004. 

Website: http://www.andrewdunnphoto.com/ 

Und hier meine eigenen Repliken dieser schönen Spielfiguren

 

Und noch mein etwas einfacher gehaltenes Schachspiel

 

 

 

Dame

Das Damespiel hat seinen Ursprung wahrscheinlich im 10. oder 11. Jahrhundert in Südfrankreich; das Spielbrett wurde vom damals schon bekannten Schachspiel übernommen. Die Spielregeln stammen von Alquerque (auch als Quirkat bekannt).

Ursprünglich wurden die Steine ferses genannt, nach der Dame im Schachspiel. Zu jener Zeit konnte die Dame nur ein Feld weit ziehen. Die Neuerung war das aus Alquerque übernommene Überspringen und Wegnehmen gegnerischer Steine. Das Spiel wurde zu jener Zeit Fierges genannt.

Eine weitere Ähnlichkeit mit dem Schachspiel bestand früher darin, dass der Damespieler nicht verpflichtet ist, jede sich ihm bietende Gelegenheit zum Schlagen von gegnerischen Steinen auszunutzen. Um 1535 wurde dieses Schlagen obligatorisch. Verpasste ein Spieler die Gelegenheit dazu, wurde seine Figur zur Strafe vom Brett „gepustet“, bzw. weggenommen. Diese neue Form nennt man „Jeu Force“ die ältere „Jeu Plaisant“. Die heutige Standardversion ist Jeu Force. 

Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Dame_(Spiel)

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QuelleQq 

 

 

Backgammon 

Backgammon ist eines der ältesten Brettspiele der Welt. Es handelt sich um eine Mischung aus Strategie- und Glücksspiel. Dabei gewinnt derjenige Spieler, der als Erster alle Steine aus dem Spielfeld abtragen kann. 

Im frühen Mittelalter geriet das Spiel in Westeuropa in Vergessenheit, bis es spätestens zur Zeit der Kreuzzüge wieder entdeckt wurde. Im Buch der Spiele von König Alfons X. von Kastilien sind mehrere Backgammon-Vorläufer ausführlich beschrieben. Zuerst war es ein beliebter Zeitvertreib der Adeligen, allmählich setzte es sich auch in der Bevölkerung durch.

Teile eines Tric Trac-Brettes aus dem 12. Jahrhundert wurden in Saint-Denis (Frankreich) gefunden. Die aus Knochen gefertigten Spielfelder und Randstücke waren als Intarsien in ein Holzbrett eingelassen. In Freiburg im Breisgau kam in der Latrine des Augustiner-Eremiten-Klosters ein vollständig erhaltenes Spielbrett mit Spielsteinen zum Vorschein. Das Klappbrett stammt aus dem 13./14. Jahrhundert. Rahmen und Brett bestehen aus Hartholz, die Spielfelder sind Intarsien aus dunklem Edelholz.

Nirgendwo in der westlichen Welt wurde schon so früh und so intensiv Backgammon gespielt wie in England. Laut mündlichen Überlieferungen erließ Richard Löwenherz ob der Spielleidenschaft seiner Soldaten eine Verordnung, dass niemand, der von geringerem Stand als ein Ritter war, um Geld würfeln durfte. Im Mittelalter hieß das Spiel deutsch Wurfzabel und unterschied sich nur mehr sehr geringfügig vom heutigen Backgammon.

Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Backgammon 

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 QuelleQq

 

 

 

 

 

Ausschnitt

aus dem

Codex Manesse

 

 

Mancala

Der Ursprung der Mancala-Spiele ist unbekannt. Zu den ältesten Spielbrettern (6.–7. Jahrhundert n. Chr.) gehören die Funde aus Matara in Eritrea und Yeha im Nordwesten Äthiopiens. Das Spiel selbst wurde erstmals im Kitab al-Aghani (Buch der Lieder) erwähnt, das im 10. Jahrhundert von Abu l-Faradsch aus Isfahan geschrieben wurde. Ob ältere Muldenreihen (in der Archäologie cup marks genannt), die z.B. in Ägypten, Sri Lanka und Zypern gefunden wurden, Spielebretter sind, ist nicht bekannt. Selbst wenn diese Mulden zum Spielen dienten, weiß man nicht, was darauf tatsächlich gespielt wurde. Auch ist die Datierung solcher Funde äußerst problematisch, da es Hinweise gibt, dass manche Muldenreihen viel später als die Bauwerke entstanden, auf denen sie sich befinden. Trotzdem wird immer wieder von Laien und Spieleproduzenten behauptet, dass Mancala das älteste Spiel der Welt sei, „5000 Jahre alt“.

Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Mancala

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Königliches Spiel von Ur 

Das Königliche Spiel von Ur ist ein Brettspiel, dessen Ursprünge vermutlich in Mesopotamien liegen, und dürfte als eines der ältesten Spiele der Geschichte gelten. 

Bei Ausgrabungen auf dem königlichen Friedhof der sumerischen Stadt Ur im heutigen (Süd-)Irak, fand der britische Archäologe Sir Charles Leonard Woolley in den 1920er-Jahren mehrere Spielbretter gleichartigen Aussehens. Datiert wurden diese auf ca. 2600 v. Chr. Eines der Spielbretter wird im British Museum in London ausgestellt.

Dort befindet sich auch das Kalkstein-Tor eines Palastes in Dur Šarrukin, einer ehemaligen Residenzstadt des Assyrischen Reiches, heute in der Nähe der nordirakischen Stadt Khorsabad gelegen. In dieses Tor wurde vor 2700 Jahren eine Version des Spielfeldes eingeritzt.

Eine Version des Spiels existiert bis heute unter der jüdischen Bevölkerung von Kochi, einer Stadt im Süden Indiens.

Das Königliche Spiel von Ur steht möglicherweise in Verbindung mit Senet, dem wichtigsten Spiel im Alten Ägypten. 

Moderne Spielregeln für dieses Spiel wurden auf der Grundlage einer babylonischen Tontafel entwickelt, die aus dem Jahre 177 v. Chr. stammt und im British Museum aufbewahrt wird. Auf dieser Tafel wurden möglicherweise die damals gültigen Regeln des Königlichen Spiels von Ur oder ähnlicher Spiele beschrieben. Es handelt sich um den einzigen antiken Beleg für Spielregeln aus dieser Zeit. Dass diese Spielregeln den ursprünglichen Regeln entsprechen, wird bezweifelt, sind sie doch mehr als 2000 Jahre jünger als die erhaltenen Spielbretter.

Im Königsspiel müssen zwei Parteien ihre Spielfiguren über einen festgelegten Weg zunächst in das Brett „hineinwürfeln“, am Ende mit einem passenden Wurf wieder „herauswürfeln“. Zu dem Spielbrett gehören sieben Spielsteine je in den Farben schwarz und weiß sowie vier Spielwürfel in Form eines Tetraeders. Die Spielwürfel haben jeweils kleine Einkerbungen an zwei der vier Ecken. Zeigt eine solch eingekerbte Ecke nach oben, so gilt dies als ein Zähler. Für einen Spielzug werden alle Zähler der vier Spielwürfel zusammengezählt. Die Spielsteine werden gemäß der gewürfelten Augenanzahl in einer festgelegten Spur über das Spielbrett geschoben, wobei die Mittelachse von beiden Spielern benutzt wird und die Spielpartner einander dort „herauswerfen“ können. Gespielt wird nur vorwärts, bereits besetzte Spielfelder können nicht von einem zweiten Spielstein besetzt werden. Zieht ein Stein auf ein mit einem Stern gekennzeichnetes Spielfeld, darf der gleiche Spieler noch einmal würfeln.

Qelle:http://de.wikipedia.org/wiki/K%C3%B6nigliches_Spiel_von_Ur 

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Original aus dem Britischem Museum 

Quelle: http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Datei:Royal_game_of_Ur,at_the_British_Museum.jpg&filetimestamp=20090905165312  

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Kubb

 

 

 

Spielwürfel aus Beinknochen

Solche Würfel gab es auch schon bereits seit der Römerzeit 

 

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