Das Schwert

Bei den germanischen Stämmen der Völkerwanderung erlangte das Schwert eine herausragende Bedeutung als Waffe und behielt diese auch im Verlaufe des Mittelalters. Während der Völkerwanderung und des frühen Mittelalters war in Westeuropa neben der Spatha als weiterer wichtiger Schwert-Typ der Sax in Gebrauch. Der Sax war ein kurzes, einschneidiges Hiebschwert und trat bei germanischen Kriegern seit dem fortgeschrittenen 5. Jahrhundert auf. Neben den typischen Spathae kennt man aus der Völkerwanderungszeit auch andere lange Schwerter. Schwerter pontischen Typs, wie sie vor allem am Schwarzen Meer, etwa auf der Halbinsel Taman aber auch in Westeuropa etwa in Altlußheim bei Mannheim gefunden wurden, weichen etwas von der typischen germanisch-römischen Spatha-Konstruktion ab. Die Breite der linsenförmigen Klinge beträgt bei diesen Schwertern etwa 5,5 cm, die Parierstange ist sehr groß und an der Schauseite auffällig mit Almandineinlagen verziert. Diese Schwerter werden mit den Alanen in Zusammenhang gebracht. Zeitgleich aber von den Spathae deutlich verschieden sind lange Schwerter hunnischen Typs. Bekannte Exemplare stammen etwa aus dem völkerwanderungszeitlichen Fundort Pannonhalma in Ungarn, sind aber im Zuge der Völkerwanderung auch weit nach Westen verbreitet worden. Ähnliche Waffen findet man etwa in Beja, Portugal. Hunnische Schwerter waren typischer Weise schmäler als Spathae, spitz zulaufend und besaßen eine massive eiserne Parierstange. Teilweise sind diese Schwerter mit Almandineinlagen und Goldbeschlägen verziert.

Die Bedeutung des Schwertes in den Gesellschaften der Völkerwanderungszeit wird besonders in der Stellung deutlich, die die Schwerter in den meisten mythologischen Erzählungen des frühen und hohen Mittelalters einnehmen: So findet sich beispielsweise in der Artussage das Schwert Excalibur, im Nibelungenlied Siegfrieds Schwert Balmung und im Amelungenlied das Schwert Wielands, Mimung. 

Die gesellschaftliche Bedeutung spiegelt sich auch darin wider, dass Schwerter in vielen feudalen Zeremonien eine wesentliche Rolle spielen (Krönung, Schwertleite). Praktisch jeder europäische Krönungsornat enthält ein Schwert, so beispielsweise das Reichsschwert des Heiligen Römischen Reiches, die Reichsschwerter in England und Schottland etc.

Im Friesischen Museum von Leeuwarden wird ein 2,13 Meter langes und 6 Kilogramm schweres Schwert, ein Zweihänder, ausgestellt, das dem Krieger Pie Gerlofs Donia gehört haben soll.

Die Breite der Klinge des hochmittelalterlichen Schwerts vom Typ Oakeshott XII nimmt etwa bis zwei Drittel der Klingenlänge linear ab, das restliche Drittel läuft zunehmend konvex zu einer (meist) abgerundeten Spitze, so dass sich im Endeffekt eine leicht krumme Schneide ergibt. Diese wiederum erzeugt einen deutlich stärkeren „Zugschnitt“-Effekt als eine völlig gerade Schneide, was sich positiv auf die Hiebeigenschaften des Schwertes auswirkt und trotzdem die Einsatzmöglichkeiten der Waffe im Bereich Stich- und Ringpanzer-Bekämpfung nicht mindert, wie es bei einem reinen Säbel der Fall wäre. Die Hohlkehle reduziert das Gewicht der Waffe und steuert die Masseverteilung, wodurch sich der Schwerpunkt der Klinge steuern lässt. Die Parierstange diente nur zum Teil als Handschutz – sie hatte beim Fechten eine wichtige Funktion als Hebel und Griffstütze. 

Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Schwert 

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Schwert nach Petersen type H

850-900 n.Chr.

 

Replik eines Schwertes nach der Petersen typologie, hier zu sehen der Typ H. Hiervon gibt es mehrere Funde.

 

 

Fränkisches Schwert um das 9. Jhd.

Replik eines fränkischem Schwertes aus dem 9. Jhd., das Gefäß ist nach einem Geibig Typ 4 gefertigt. So zu sehen im römisch germanischen Zentralmuseum in Mainz, meinen besonderen Dank geht an Markus Zwittmeier, der hierfür die tolle Vorarbeit geleistet hat.

 

Original Quelle Mainzer Zentralmuseum

 

 

Hier die ersten Bilder der Entstehung :

 

 

Und hier das fertige Ergebnis

leider kommen die Einlegearbeiten auf den Bildern

nicht so schön rüber wie sie in wirklichkeit sind

 

 

 

Normannisches

Paranussknauf - Schwert

um das 11. bis 12. Jhd.

 

Modell mit der Inschrift (nicht nach einem Original fund)

+in hoc signo vinces +

(auf deutsch: +In diesem Zeichen wirst du siegen+)  

 

 

Schwertscheide für

Normannisches bzw. Englisches

Paranussknauf - Schwert

um das 11. bis 12. Jhd.

Ein Originalstück aus Rotenburg OdT

 

 

Schwert mit schlichtem Scheibenknauf

ab 1200

 

Kreuzritterschwert

in Anlehnung an das Filmschwert

aus dem Film Arn der Kreuzritter

zeitliche Einordnung um 1200

 

 

Schwert Konrad´s von Thüringen

Landgraf von Hessen und

Hochmeister des Deutschen Orden von 1239-1240

Und Schwager der Hl. Elisabeth

Bei diesem Schwert handelt es sich um ein für diese Zeit untypisches Schwert, da es sich hier bereits um ein 1 ½ händiges Modell mit leicht nach vorne gekrümmter Parierstange handelt.

Dieses Schwert wird Konrad von Thüringen zugeordnet, aufgrund der beiden Wappen die sich auf dem Knauf befinden, das eine Wappen zeigt einen steigenden Adler und auf der anderen Seite einen springenden Löwen.

Das Original ist im Berliner Zeughaus zu sehen.

Quelle: Berliner Zeughaus

 

 

Schwertscheide des

Fernanda de la Cerdea

um 1270

 

 

Schwert mit Scheibenknauf und

Scheide nach Abbildungen

im Naumburger Dom ca. 1220 - 1350

 

Diese Datei "Ekkehard II. und seine Frau Uta, Stifer des Naumburger Doms """"""""  " wurde unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation veröffentlicht, mein Dank geht an Herrn oder Frau "Linsengericht"

Quelle: http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Datei:Naumburg_Ekkehard_und_Uta.jpg&filetimestamp=20081217224650 

 

Schwertscheide mit Gehänge

nach Naumburger Art 

ca. 1220 - 1350

Die hier zu sehende Schwertscheide die nach dem Abbildern aus dem Naumburger Dom gefertigt wurde hat einen Holzkern aus Nussbaum der innen mit Robbenfell ausgekleidet wurde. Ausen wurde sie mit schwarzen leder bezogen und hat eine weiße Hirschlederwicklung. Bei der Scheide wurde versucht sich so weit wie möglich an der Original heran zu tasten. Die Fellauskleidung war gedacht um die Klinge des Schwertes bei jedem ziehen mit einem dünnen film Öl zu benetzen und sie gleichzeitig zu reinigen.

Ich möchte mich hierfür nochmals bei Thorsson Viking Design bedanken für die kompetente Umsetzungen meiner Vorstellungen und für die viele Gedult die er mit mir und meinen ideen hatte. Falls jemand interesse an sowas hat findet ihr die Kontaktmöglichkeiten unter folgenden Link.

 

 

Schwert nach Westminster Psalter

ca 1250 oder später

 

 

Schwert nach Oakeshott Typ XIV 1250

 

 

 

Einhänder mit Pilzknauf ab ca 1350

 

 

 

Dolch

 

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