Burgen


 

 

Burg Bouillon   

Belgien

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Die Burg Bouillon liegt oberhalb der belgischen Stadt Bouillon in einer engen Schleife des Flusses Semois. Die Anlage wurde im 11. Jahrhundert erbaut und im 17. Jahrhundert zur Festung umgebaut

Der Entstehungszeitraum der Burg ist unklar. Ihre strategische Bedeutung lag in der Kontrolle der nord-südlichen Route von Reims über Lüttich nach Aachen zwischen Ober- und Niederlothringen. Zu einer regelrechten Burg wurde die Anlage unter Gottfried III. zwischen 1050 und 1067 ausgebaut. Sie war Mittelpunkt der Herrschaft des Hauses Ardenne. Gottfried V. verpfändete die Burg 1096 an Otbert von Lüttich, um die Kosten für den ersten Kreuzzug aufbringen zu können. Die Burg ging damit in den Besitz des Hochstifts Lüttich über. Im Jahr 1134 eroberte Raymond de Bar die Burg, musste sie aber bald wieder an den Bischof abtreten. Seit 1330 wurde die Herrschaft als Herzogtum bezeichnet.

Bereits seit 1430 nahm der Einfluss der Familie de la Marck-Arenberg zu, sie blieben aber offiziell Lehnsmänner des Lütticher Bischofs. Im Jahr 1482 gelang es der Familie, Burg und Herrschaft dem Bistum zu nehmen, doch 1521 gab Karl V. Burg und Herrschaft an das Bistum zurück. Seit 1548 hatte das Haus Marck-Arenberg die Burg wieder in Besitz. Durch Heirat von Charlotte de La Marck mit Henri de La Tour d’Auvergne, duc de Bouillon ging sie in den Besitz der Familie La Tour d’Auvergne über.

Im Jahr 1672 wurde die Burg von Ludwig XIV. zwanzig Tage lang belagert und erobert. Im Jahr 1678 wurde sie der Familie La Tour d’Auvergne erneut zuerkannt, aber 1693 französischem Schutz unterstellt.

Der Festungsbaumeister Sébastien Le Prestre de Vauban baute die Burg zu einer Festung aus, die auch moderner Artillerie standhalten konnte. Erst 1795 kamen Burg und Herzogtum Bouillon offiziell an Frankreich. Stadt und Burg fielen 1815 an das Königreich der Niederlande. In der Folge wurde die Anlage stark umgebaut. Seit der belgischen Revolution von 1830 gehört die Burg zu Belgien. Noch 1870 diente sie der preußischen Armee als Lazarett. Seit Mitte des 19. Jahrhunderts begann die Festung zu verfallen. Heute ist sie ein touristischer Anziehungspunkt.

Der Entstehungszeitraum der Burg ist unklar. Ihre strategische Bedeutung lag in der Kontrolle der nord-südlichen Route von Reims über Lüttich nach Aachen zwischen Ober- und Niederlothringen. Zu einer regelrechten Burg wurde die Anlage unter Gottfried III. zwischen 1050 und 1067 ausgebaut. Sie war Mittelpunkt der Herrschaft des Hauses Ardenne. Gottfried V. verpfändete die Burg 1096 an Otbert von Lüttich, um die Kosten für den ersten Kreuzzug aufbringen zu können. Die Burg ging damit in den Besitz des Hochstifts Lüttich über. Im Jahr 1134 eroberte Raymond de Bar die Burg, musste sie aber bald wieder an den Bischof abtreten. Seit 1330 wurde die Herrschaft als Herzogtum bezeichnet.Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Burg_Bouillon 

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Bereits seit 1430 nahm der Einfluss der Familie de la Marck-Arenberg zu, sie blieben aber offiziell Lehnsmänner des Lütticher Bischofs. Im Jahr 1482 gelang es der Familie, Burg und Herrschaft dem Bistum zu nehmen, doch 1521 gab Karl V. Burg und Herrschaft an das Bistum zurück. Seit 1548 hatte das Haus Marck-Arenberg die Burg wieder in Besitz. Durch Heirat von Charlotte de La Marck mit Henri de La Tour d’Auvergne, duc de Bouillon ging sie in den Besitz der Familie La Tour d’Auvergne über

Im Jahr 1672 wurde die Burg von Ludwig XIV. zwanzig Tage lang belagert und erobert. Im Jahr 1678 wurde sie der Familie La Tour d’Auvergne erneut zuerkannt, aber 1693 französischem Schutz unterste

Der Festungsbaumeister Sébastien Le Prestre de Vauban baute die Burg zu einer Festung aus, die auch moderner Artillerie standhalten konnte. Erst 1795 kamen Burg und Herzogtum Bouillon offiziell an Frankreich. Stadt und Burg fielen 1815 an das Königreich der Niederlande. In der Folge wurde die Anlage stark umgebaut. Seit der belgischen Revolution von 1830 gehört die Burg zu Belgien. Noch 1870 diente sie der preußischen Armee als Lazarett. Seit Mitte des 19. Jahrhunderts begann die Festung zu verfallen. Heute ist sie ein touristischer Anziehungspun

 

 

 

Burg Vianden 

Luxemburg

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Die Burg Vianden ist eine mittelalterliche Befestigungsanlage in Vianden im gleichnamigen Kanton Vianden in Luxemburg.

Ursprung der gesamten Anlage bildete eine römische Wachanlage ab dem ausgehenden 5. Jahrhundert. Eine größere Bedeutung sowie zahlreiche Erweiterungen erfuhr die imposante Stauferburg und mächtigste noch bestehende Wehranlage Luxemburgs im 11. Jahrhundert. Anlass war der Umzug der Herren von Vianden aus der Eifel an diesen Ort. Die Grafen von Vianden waren bis ins 15. Jahrhundert die mächtigsten Herren zwischen Rhein, Mosel und Maas.

Von 1417 bis zur Französischen Revolution war die Burg im Besitz des Hauses Oranien-Nassau. Die Burg wurde während der französischen Revolution konfisziert, jedoch 1815 an Großherzog Wilhelm I. von Luxemburg zurückgeben. Wenzeslas Coster, der damalige Bürgermeister der Stadt, erwarb die Burg 1820 bei einer Versteigerung (Gleichzeitig wurden auch die Burgen Burscheid und Esch-Sauer versteigert). Er setzte die verkäuflichen Materialien der Burg wie zum Beispiel Kupferverdachung, Bleiverglasung, Holztäfelung und Eisenbeschläge schnell ab, worauf die Burg zusehends verfiel. 1890 kam die Burg mit Großherzog Adolf in die Hände des älteren Hauses der Nassauer und blieb bis 1977, als sie verstaatlicht wurde, im Besitz der Großherzöge. Seither ist sie fast vollständig restauriert worden.

 Die Burg besitzt eine innere Mauer mit Ecktürmen. Innerhalb dieser Kernburg befinden sich die Wohnräume, Festsäle und Wirtschaftsräume. Der äußere Mauerring ist deutlich niedriger und bietet durch drei auf einander folgende Tore Zugang zur Kernburg. Die Anlage ist insgesamt etwa 85 Meter lang und 30 Meter breit.

Die interessantesten Räume sind die Burgkapelle und der kleine Palas, die im 12. Jahrhundert und während der ersten Hälfte des 13. Jahrhunderts erbaut wurden. Der Jülicher Bau und der Nassauer Bau wurden erst im 17. Jahrhundert errichtet. Der Rittersaal der Burg fasst bis zu 500 Personen. 

Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Burg_Vianden 

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Burg La Rochette

Luxenburg 

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Burg Beaufort

Luxenburg 

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Die Geschichte über die Entstehung Beauforts ist etwas verworren. Urkundlich erstmals erwähnt wird der Herr von Beaufort Wauthier de Wiltz et Beaufort im Jahre 1192. Deshalb wird auch der Bau der Kernburg in das späte 12. Jahrhundert datiert. Man kann den Bau der Burg grob in zwei Abschnitte einteilen. Die Unterschiede werden vor allem im Innenhof der Burg sichtbar, wo deutliche Spuren einer romanischen und einer gotischen Bauphase sichtbar sind.

Als die Herren von Beaufort im 14. Jahrhundert im Mannesstamm ausstarben, kam die Anlage über Adelheid von Beaufort 1348 an ihren Ehemann Wilhelm von Orley. Dessen Nachfahr Johann wurde des Treuebruchs gegen seinen Landesherrn beschuldigt, sodass Kaiser Maximilian I. Burg und Herrschaft Beaufort deswegen konfiszierte und sie jemand anderem zu Lehen gab.

Durch Heirat kam der Besitz im 16. Jahrhundert schließlich an Bernard von Velbrück, über dessen Enkelin er an Gaspard de Heu fiel. Im Kampf der Niederländer für ihre Unabhängigkeit von Spanien unterstützte de Heu Moritz von Oranien und geriet dabei in spanische Gefangenschaft. Des Treuebruchs sowie der Häresie angeklagt und für schuldig befunden, wurde er 1593 öffentlich hingerichtet. König Philipp II. von Spanien zog die Burg Beaufort ein und belehnte damit den Grafen Peter Ernst I. von Mansfeld.

Ende der 1630er Jahre war die Herrschaft Beaufort durch den Dreißigjährigen Krieg derart überschuldet, dass sie veräußert werden musste. Am 27. November 1639 erwarb sie der Gouverneur der Provinz Luxemburg Johann von Beck (französisch: Jean de Beck) mit all ihren „hauteurs, juridictions, noms droits et actions, biens censes et revenus et Grallem et toutes ses appartenances et dépendances“. Er erbaute schließlich ein Schloss im Stil der Renaissance 15 Meter oberhalb der heutigen Ruine, um es als seine neue Residenz zu nutzen. Die Fertigstellung des neuen Baus erlebte der Burgherr jedoch nicht mehr, denn sie erfolgte erst nach Johanns Tod durch seinen Sohn Georg.

Da die Burg fortan nicht mehr zu Wohnzwecken genutzt wurde, verfiel sie im Laufe der folgenden Jahrhunderte immer mehr. Erst ab 1928 begannen mit dem Eigentümer Edmond Linckels wieder bessere Zeiten für die derweil zu einer Ruine gewordenen Anlage. Linckels ließ den Schutt aus der Burg entfernen und machte sie erstmals für Besucher zugänglich. 

Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Burg_Beaufort_(Luxemburg) 

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Burg Bourscheid

Luxenburg 

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Lage

Die Burg steht auf einem von der Sauer umschlossenen Felsvorsprung. Ihr höchster Punkt liegt 379,8 Meter über dem Meeresspiegel. Ursprünglich als Fliehburg für die Einwohner des gleichnamigen Dorfes vorgesehen, entwickelte sich die Burg aufgrund seiner Lage zu einem strategischen Militärstandpunkt des Grafen von Luxemburg.

Geschichte

Zum ersten Mal wird die Burg Bourscheid im Jahre 1095 als Eigentum von Bertram von Bourscheid erwähnt. Bertram war Vogt der Abtei Echternach und verwaltete die Burg in deren Auftrag. Das erste Dokument beschreibt die Absetzung von Bertram, da er „seine Schwingen zu sehr ausgebreitet hat“. Einige schriftliche Quellen sowie die archäologische Ausgrabungen der Jahre 1986 bis 1992 deuten darauf hin, dass die steinerne Burg um das Jahr 1000 anstelle einer älteren Holzbefestigung entstand. Bis in das Jahr 1512 waren die Herren von Bourscheid Besitzer der Burg. Man fand sie an ranghöchsten Stellen in der Gefolgschaft des Grafen von Luxemburg.

Bernhard IV. von Bourscheid vererbte die Herrschaft Bourscheid seinen beiden Schwestern Maria von dem Weiher zu Nickenich und Wilhelma von der Neuerburg. Damit besassen zahlreiche Mitherren der Familien Metternich-Zievel, Zant von Merl, Ahr und Schwartzenburg die Herrschaft. 1626 vereinigte Hans Gerhard von Metternich sämtliche Anteile in seiner Hand und vererbt sie drei weiteren Generationen seiner Familie bis sein Urenkel Hugo Franz Wolf von Metternich 1753 die Herrschaft aus finanziellen Gründen an Demoiselle Constance de Mathelin de Rolley verkauft. Metternichs Nichte Maria Theresia von Eltz-Rodendorf klagte gegen diesen Kaufakt, worauf ihr 1762 insgesamt 4/5 zugesprochen wurden. 1795 konnte Maria Theresia den verbleibenden Fünftel erwerben. Ihr Sohn Franz Joseph Nepomuk Ignaz Schenk von Schmidtburg liess nach dem Tod seiner Mutter die Herrschaft 1812 versteigern. Nach der Versteigerung verfiel die Anlage, bis der Luxemburger Staat die Ruinen 1972 aufkaufte und sanierte.

Anlage

Die Burgmauern umfrieden eine Fläche von 12.000 Quadratmetern. Die Burganlage ist damit flächenmäßig die größte in Luxemburg.

Die Burg ist in eine Oberburg, Unterburg und Vorburg aufgeteilt. Die Oberburg wurde zwischen 1000 und 1300 errichtet. Sie enthält den imposanten Bergfried, das Palasgebäude mit dem Rittersaal und den Gemächern des Herren von Bourscheid, die Küche sowie die Kapelle, die im 17. Jahrhundert letztmals ausgebaut wurde. Heute sind, außer dem Bergfried und dem Keller unter dem Palas, nur noch Ruinen erhalten.

Im 14. Jahrhundert wurde die Unterburg ausgebaut und erhielt eine doppelten Ringmauer mit Zwinger und sechs Tûrmen. Im Jahre 1384, nach fertigstellung der neuen Ringmauer wurde auch das so genannte Stolzemburger Haus erbaut. Der gotische Keller dieses Hauses, konnte in seinem ursprünglichen Zustand erhalten bleiben und kann heute noch besichtigt werden. Zwei weitere Burgmannen Häuser bestehen nur noch als Ruinen.

Seit 1972 gehört die Burg dem Staat Luxemburg und wird von den Amis du Château de Bourscheid (deutsch: Freunden der Burg Bourscheid) verwaltet. 

Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Burg_Bourscheid 

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Burg Fischeringen 

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Turmhügelburg Lütjenburg 

Schleswig-Holstein  

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Die Turmhügelburg Lütjenburg bei Lütjenburg im östlichen Schleswig-Holstein ist eine freie Rekonstruktion einer mittelalterlichen Wehranlage, bestehend aus Motte und Vorburg. Die Anlage wird seit dem Jahr 2003 im Rahmen der experimentellen Archäologie in enger Zusammenarbeit mit dem Archäologischen Landesamt Schleswig-Holstein errichtet. Die Burganlage ist ein Freilichtmuseum, in dem neben dem Gebäudebestand auch mittelalterliches Alltagsleben dargestellt wird. Sie wird von einem eingetragenen Verein verwaltet. 

Die Burganlage stellt einen typischen regionalen Wehrsitz aus der Zeit der Christianisierung der Region Wagrien im östlichen Holstein um das 12. und 13. Jahrhundert dar. Zu dieser Zeit wurde das ursprünglich von Wenden bewohnte Gebiet entlang der Ostseeküste bis zur Kieler Förde zunehmend von sächsischen Rittern und ihren Gefolgsleuten besiedelt und durch Wehrbauten geschützt, allein im Kreis Plön sind über 40 solcher Turmburgen nachweisbar. Die mittelalterlichen Burgen wurden mancherorts zu Keimzellen späterer Adelsgüter. 

Die Lütjenburger Turmhügelburg umfasst eine Motte und eine Vorburg. In den Bau der Rekonstruktion flossen archäologische Erkenntnisse aus den Grabungen der Burganlagen vom kleinen Schlichtenberg und großen Schlichtenberg ein. Weitere Vorbilder ergaben sich aus der Darstellung einer Motte auf dem Teppich von Bayeux und eines mittelalterlichen Wohnturms auf einem Aquarell von Albrecht Dürer. Beim Bau der Lütjenburger Anlage wurde, sofern möglich, auf historische Techniken zurück gegriffen. So wurden beim Bau des Turmes zeitgemäße Holzverbinder eingesetzt und die Dachschindeln mit geschmiedeten Nägeln befestigt.

Den Mittelpunkt der rekonstruierten Anlage bildet die Motte als drei Meter hoher Burghügel mit dem Zufluchts- und Wehrturm. Der Hügel ist von einem kreisrunden, durchschnittlich 1,5 m tiefen und ca. 7,5 Meter breiten Wassergraben umgeben. Der Zugang wird durch eine Holzbrücke gebildet. Der palisadengeschützte Wehrturm besteht aus Eichenholz. Steinerne Bauten waren zum damaligen Erbaungszeitpunkt in der Region noch nicht verbreitet. Der mehrgeschossige, fast vierzehn Meter hohe Turm hat eine Grundfläche von sechs mal sechs Metern. Oben verfügt er über eine überdachte, zu allen Seiten offene Plattform.

Um den Turmhügel stehen verschiedene Nebengebäude. Sie bilden eine großräumige, von einem niedrigen Wall umgebene Vorburg. Als erstes Gebäude wurde das nach Vorbildern aus dem Raum um Schleswig gestaltete Wohn- und Stallgebäude aus Holz und Lehmflechtwerk errichtet. Das benachbarte Wirtschaftsgebäude stellt das größte Haus des Burgkomplexes dar, für seinen Bau dienten die Reste des Hallenhauses auf der Burg Groß Schlichtenberg als Vorbild. Ein weiteres Gebäude ist das sogenannte Haus des Ritters, das als Darstellung des Wohngebäudes der Burgherren zu den aufwändigsten Bauten der Anlage gehört. Wie in das Wirtschaftsgebäude flossen auch hier Erkenntnisse aus den Bauten auf dem Schlichtenberg ein. Das Ritterhaus ist in Fachwerk errichtet und verfügt über ein Hypokaustum. Im südwestlichen Winkel der Burganlage befindet sich außerdem ein kleiner Kapellenbau, der nach dem Vorbild der Kapelle von Fuhlenhagen, einer der ältesten Fachwerkkirchen Norddeutschlands, errichtet wurde.

Zu den weiteren Nebengebäuden der Burg gehören ein auf niedrigen Pfählen stehender Getreidespeicher, ein Backhaus, eine Schmiede und ein sechs Meter tiefer Ziehbrunnen. Die Gebäude mit ihren Einrichtungen sind betriebsbereit und werden innerhalb des Museumslebens in Gebrauch vorgeführt. Ein zur Burg gehörender Gemüsegarten wird ebenfalls bewirtschaftet. 

Die Burganlage wird als Freilichtmuseum betrieben und ist das ganze Jahr hindurch zugänglich. Es werden Führungen angeboten. Besuchseinschränkungen gibt es in den Wintermonaten. Die Gebäude werden zum Teil, besonders in den Sommermonaten, von Mitgliedern verschiedener regionaler und überregionaler Vereine der Mittelalterszene in authentischer Kleidung bewohnt und mit zeitgemäßen Werkzeugen und Gerätschaften betrieben. Die Anlage ist Austragungsort verschiedener mittelalterlicher Veranstaltungen wie Mittelaltermärkten. Dabei wird Wert auf historisch möglichst korrekte Darstellungen gelegt. In der Kapelle der Burganlage können nach Absprache Trauungen durchgeführt werden 

Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Turmh%C3%BCgelburg_L%C3%BCtjenburg 

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Burg Kasselburg

Rheinland-Pfalz 

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Die Kasselburg ist eine Burgruine auf einem 490 Meter hohen Basaltstock bei der Gemeinde Pelm in der Nähe von Gerolstein im Landkreis Vulkaneifel in Rheinland-Pfalz. 

Das heute noch erhaltene Wahrzeichen der Kasselburg ist ihr 37 Meter hoher als Doppelturm ausgeführter Tor- und Wohnturm, dessen Ursprünge nicht genau geklärt sind. Bisher wurde angenommen, dass ihn die Herren von Blankenheim kurz nach 1335 errichteten, doch haben baukundliche Forschungen gezeigt, dass der Turm in mehreren Bauphasen entstanden ist und somit nicht nur einem Bauherrn zugeschrieben werden kann. Vermutlich verlor das Tor mit dem Ausbau der Höhenburg ab 1452 seine sichernde Funktion. Aus jener Zeit datiert die weitläufige Vorburg mit ihren Burgmannenhäusern und Wirtschaftsbauten.

Bei dem Doppelturm handelt es sich trotz seiner Größe nicht um den Bergfried. Letzterer, um 1200 erbaut, ist kleiner und steht im östlichen Teil der Kernburg. Er besitzt einen quadratischen Grundriss und wurde im 14. Jahrhundert zu einem Wohnturm aufgestockt.

Ebenfalls ein Teil der Kernburg ist der fast 33 Meter lange Palas, der auch aus dem 14. Jahrhundert stammt.

Die Burg wurde im 12. Jahrhundert errichtet. Ihre Bauherren waren möglicherweise die Herren von Castel, dies ist jedoch nicht gänzlich sicher. Urkundlich erwähnt wird die Burg erstmals 1291 als Castilburg, 1314 wird sie Castelberch genannt.

Wer vor 1335 Besitzer der Anlage war, ist nach dem derzeitigen Stand der Forschung nicht geklärt. Fest steht jedoch, dass Gerhard V. von Blankenheim im Zuge einer Erbteilung in jenem Jahr ihr Eigentümer wurde und damit die Linie Blankenheim-Kasselburg begründete. Derweil in den Reichsgrafenstand erhoben, starb 1406 mit Graf Gerhard VII. diese Linie der Blankenheimer aus, und die Anlage gelangte durch Heirat an Wilhelm I. von Loen zu Heinsberg.

Es folgten weitere Besitzer, so zum Beispiel die Grafen von der Mark, die Herzöge von Arenberg und die Kurfürsten von Trier. Viele Interessensgruppen beanspruchten im Laufe der Geschichte die Kasselburg für sich, so dass im Jahr 1674 das Reichskammergericht zu Wetzlar angerufen wurde, um den Besitzstreitigkeiten ein Ende zu bereiten. Als die Richter die Burg den Herzögen von Arenberg zusprachen, dienten die Gebäude schon kurz darauf als Kaserne für die Herzöglich Arenbergische Artillerie. Und damit begann der Verfall der Anlage. Im 18. Jahrhundert war sie zwar vorübergehend noch Sitz eines Arenbergischen Försters, doch schon 1744 wird sie als modo, verfallen bezeichnet.

Nachdem Frankreich die Burg 1794 beschlagnahmt hatte, kam sie 1815 in preußischen Besitz. Einen Anstoß zur Rettung der Ruine kam 1838 unerwarteter Weise von König Friedrich Wilhelm IV.. Nach einem Besuch regte er Instandsetzungsarbeiten an, und nach der Fertigstellung der Eisenbahnlinie Köln-Trier spendete die Eisenbahngesellschaft 1000 Taler zur Erschließung des damals schon berühmten Doppelturmes, um ihren Fahrgästen „etwas zu bieten“.

Zu Beginn des 20. Jahrhunderts nahm die staatliche Denkmalpflege weitere Restaurierungen vor. Und auch die staatliche Schlösserverwaltung Rheinland-Pfalz, die 1946 Eigentümerin der Kasselburg wurde, ließ Erhaltungsmaßnahmen durchführen. Inzwischen untersteht die Anlage der Obhut der Organisation "Burgen, Schlösser, Altertümer Rheinland-Pfalz", seit 1998 Nachfolgeorganisation der staatlichen Burgen- und Schlösserverwaltung Rheinland-Pfalz. 

Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Kasselburg 

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Burg Manderscheid 

Rheinland-Pfalz 

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Burg Nürburg

am Nürburgring in der Eifel

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Die Nürburg ist eine Burgruine einer Gipfelburg in der Eifel nahe dem Ort Nürburg südlich von Adenau im Landkreis Ahrweiler in Rheinland-Pfalz. Sie steht innerhalb der Nordschleife des Nürburgrings auf einem 678 m hohen Vulkan-Basaltkegel. Sie kann gegen Entgelt besichtigt werden. 
 

Erstmals urkundlich erwähnt wurde die Anlage im Jahre 1166 als Noureberg oder Mons Nore, doch gilt es als wahrscheinlich, dass sich dort bereits zu römischer Zeit eine Signalstation zur Sicherung der wichtigen Römerstraße befand, die sich durch die Eifel zog.

Als eigentlicher Erbauer der Nürburg gilt Graf Ulrich, der in einer Urkunde aus dem Jahr 1169 genannt wird, obwohl bereits sein Vater Dietrich I. von Are auf dem Berg mit dem Bau einer Fluchtburg begann. Die Nachfahren Ulrichs nannten sich die „Herren von Nürburg und Are“ und waren Lehnsmänner der Kölner Erzbischöfe und des Stauferkaisers.

1290 ging die Burg in den Besitz Kurkölns über, da es keine Nachfahren des Geschlechts derer von Nürburg mehr gab. Das Erzbistum setzte einen Amtmann ein, der fortan dessen Belange vertreten sollte.

Der Bau der Burg erfolgte in drei Etappen. Nach dem Bau der rechteckigen Kernburg wurden zwischen 1340 und 1369 unter dem Amtmann Johann von Schleiden Zwingermauern als zweiter Befestigungsring errichtet. Im 15. Jahrhundert entstand ein dritter Ring zum Schutz der bis dahin frei zugänglichen Burgmannenhäuser, die heute nicht mehr erhalten sind.

Schon im 16. Jahrhundert befand sich die Burg in einem sehr schlechten Zustand, über den sich die amtierenden Amtmänner beklagten. Es wurden daraufhin mehrfach Restaurierungsarbeiten vorgenommen.

Während des Dreißigjährigen Krieges wurde die Nürburg 1633 von den Schweden unter General Baudissin eingenommen, geplündert und beschädigt. 1674 besetzten kaiserliche Truppen die Burg.

1689 zerstörten französische Soldaten die Anlage endgültig. Der erhaltene Bergfried diente zunächst noch als Gefängnis, wurde aber 1752 auch dafür nicht mehr nutzbar. Die Burg wurde verlassen und als Steinbruch genutzt.

Im Jahre 1818 ließ Preußen den Bergfried restaurieren, da er mit seiner Höhe von 678 m ü. NN als trigonometrischer Punkt dienen sollte. Im Zuge dieser Arbeiten wurde die Vorburg abgerissen. Heute zeugen nur noch die vorhandenen Reste der Ringmauer von ihrer Existenz.

1949 kam die Ruine in den Besitz des Landesamts für Denkmalpflege Rheinland-Pfalz, ehe die Verwaltung der staatlichen Schlösser Rheinland-Pfalz (heute: Burgen, Schlösser Altertümer Rheinland-Pfalz) die Betreuung übernahm. Letztere ließ mehrfach Arbeiten (zuletzt 1988/89) zur Freilegung verschütteter Bauteile sowie Sicherungs- und Restaurierungsarbeiten vornehmen. 

 
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Burg Schloss-Burg 

im Bergischen Land

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Schloss Burg ist das zweite Stammschloss der Grafen und Herzöge von Berg und die größte rekonstruierte Burganlage in Nordrhein-Westfalen. Es liegt im Solinger Stadtteil Burg an der Wupper im Bergischen Land. 

Am Anfang des 12. Jahrhunderts (nach 1133) erbaute Adolf II. von Berg (auch: vom Berg, de Berge) die Burg als Sitz der Grafen von Berg auf einer Höhe über der Wupper. Andere Bezeichnungen für die Burg sind Burg Neuenberge oder die Neuenburg (lat. novus mons, novum castrum oder novi montis castrum (Neuberg, Neuburg, Feste auf dem neuen Berg)). Bis dato war der Stammsitz in der Burg Berge in Odenthal-Altenberg, der aufgegeben wurde. Erst im 15. Jahrhundert erhielt die Burg nach dem großen Umbau zum Jagdschloss wegen eines bestimmten Abschnittes der Anlage, der weiterhin „Burg“ genannt wurde, ihren heutigen Namen „Schloss Burg“. 

Sein Nachfolger, Graf Adolf III. von Berg beteiligte sich am fünften Kreuzzug und fiel 1218 in Ägypten vor Damiette. Sein jüngerer Bruder, Erzbischof Engelbert I. von Köln, übernahm wohl widerrechtlich die Grafschaft. Als Graf Engelbert II. von Berg (auch einfach Engelbert von Berg) erbaute er den Palas 1218–1225. Engelbert besaß als Erzbischof und Graf sowie auch als Vertrauter und Reichsverweser im Dienste von Friedrich II. und Vormund des späteren Königs Heinrich VII. eine große Machtfülle. Naturgemäß hatte Engelbert auch Widersacher und wurde nach einer missglückten Streitvermittlung von seinem Neffen Friedrich von Isenberg am 7. November 1225 erschlagen.

Während des Limburger Erbfolgestreites nahm Graf Adolf V. von Berg in der entscheidenden Schlacht von Worringen (1288) teil. Nach dem Sieg wurde der Verlierer, der Erzbischof von Köln Siegfried von Westerburg, auf Schloss Burg gefangen gehalten. Adolf V. hatte nun freie Hand, eine Stadt unter seiner Kontrolle am Rhein zu gründen: Düsseldorf.

Im 13. und 14. Jahrhundert war das Schloss Hauptresidenz der Grafen von Berg. 

Jagdschloss

Fünf Jahre nach der Erhebung des Grafen Wilhelm II. von Berg in den Herzogenstand durch König Wenzel wurde Düsseldorf 1385 Residenzstadt des Herzogtums Berg. Schloss Burg diente aber weiter als Jagdschloss und für zeremonielle Zwecke. 1496 wurde des Herzogs Tochter Maria von Jülich-Berg bei einer Kinderverlobung auf der Burg Johann dem Friedfertigen von Kleve-Mark versprochen. Mit dieser Hochzeit, die 1509 im Schloss gefeiert wurde, kam es zur Bildung der Vereinigten Herzogtümer Jülich-Kleve-Berg. Johanns zweite Tochter Anna von Kleve war König Heinrichs VIII. von England vierte Frau. Um 1500 ließ Herzog Wilhelm von Jülich-Berg den südlichen Teil der Anlage anbauen. 

Zerfall ab dem Dreißigjährigen Krieg

1632 wurde Schloss Burg während des Dreißigjährigen Kriegs von den Schweden beschossen und belagert. Nach dem Krieg zerstörten die kaiserlichen Truppen 1648 unter Oberst Heinrich von Plettenberg bei ihrem Abzug alle Wehranlagen (Bergfried, Mauern, Tore und Türme) außer dem Diebesturm und einigen Wirtschaftsgebäuden. 1700 wurde der Hauptbau wieder teilweise instand gesetzt. Bis 1807 blieb er Sitz der herzoglichen Rentmeister und Richter des bergischen Amtes Bornefeld 

Bis 1849 wurde die Burg gewerblich-industriell genutzt, unter anderem wurde in den verlassenen Schlossbauten eine Wolldeckenfabrik eingerichtet, die die bekannten Burger Scharzen herstellte. Der Volksmund nannte daher Schloss Burg a. d. W. auch Schaazenborg (Scharzenburg). Mitte 1849 riss man das Dach vom Palas herunter; das Eisen- und Holzwerk sollte zum Bau des Elberfelder Landgerichts verwendet werden. Ab diesem Zeitpunkt zerfiel der Palas fast vollständig und wurde zur Ruine. 

Wiederaufbau und Restaurierung ab 1890

Der Architekt Gerhard August Fischer aus Barmen setzte sich seit 1882 mit einer Fülle von Zeichnungen, Plänen, Entwürfen und eigenen Grabungen für den Wiederaufbau ein. Dabei verwendete er auch alte Unterlagen und orientierte sich in erster Linie an dem Aussehen der rheinländischen Burgen im 16. Jahrhundert.

Am 3. August 1887 wurde der Verein zur Erhaltung der Schloßruine zu Burg a. d. Wupper gegründet, der später in Schlossbauverein umbenannt wurde.

Ab 1890 erfolgte dann der Wiederaufbau durch den Schlossbauverein unter Führung des Wermelskirchener Fabrikanten Julius Schumacher; die Bauarbeiten zogen sich bis 1914 hin. Während des Aufbaus beteiligten sich Maler der Kunstakademie Düsseldorf. So haben Claus Meyer, Johann Peter Theodor Janssen und Willy Spatz historisierende Wandgemälde gestaltet. Als letzter Bauabschnitt des Aufbaus wurde der Batterieturm errichtet, der seit dem 21. Oktober 1951 die Gedenkstätte des Deutschen Ostens beherbergt.

In der Nacht zum 26. November 1920 brannten das Dachgeschoss des Palas, das Torhaus und der Treppenbau vollständig aus. Von Neugierigen wurde anschließend Eintritt verlangt, der Erlös floss in den Wiederaufbau, der von 1922 bis 1925 andauerte.

1929 wurde das Engelbert-Denkmal zu Ehren des Erbauers und Erzbischofes eingeweiht. Das Werk des Bildhauers Paul Wynand aus Berlin wurde von Max Albert Molineus gestiftet. 

Kapelle an der Oberburg

An der Oberburg auf einer Wiese nördlich der Straße Am Hahn Ecke Wermelskirchener Straße stand bis etwa 1830 eine kleine der Gottesmutter geweihte Kapelle. Sie ist in der Urkatasterkarte noch als Viereck mit einer halbrunden Apsis eingezeichnet. Gemäß den Katasterbüchern gehört die Wiese bis heute der Katholischen Gemeinde. 1729 stiftete Freiherr Johann Bernhard von Franken, ein Sohn der Erbauer, eine so genannte Erbrente von 72 Talern auf sein freiadeliges Gut Kastein im Amt Mettmann. Die eigentliche Kapelle ist vor 1698 von Joh. Bernh. v. Franken, kurpfälzischer Richter und Kellner zur Burg, verheiratet mit Anna Hasenclever, erbaut worden und wurde nach 1830 wegen Baufälligkeit abgerissen. Die früher im Dachreiter untergebrachte Glocke der Kapelle wird heute noch als Stundenglocke der Schlossuhr von Schloss Burg genutzt. 

Archäologische Untersuchung 2005

Vom Mai bis Juni 2005 fand auf Schloss Burg im Zuge von Bausicherungsmaßnahmen an der Nordterrasse eine archäologische Untersuchung statt.Es wurden zwei Baugruben ausgehoben, so dass erstmals seit dem Wiederaufbau Ende des 19. Jahrhunderts die Burgmauer im Bereich des Nordhofes untersucht werden konnte. Die Ergebnisse bestätigten eine These des Architekten Gerhard August Fischer aus dem Jahr 1887/88, der die dort aufgefundenen Mauerreste als Bestandteil des ersten Palas des Erbauers Graf Adolf II. bezeichnete. Während der Ausgrabung wurden auch Keramik- und Knochenfragmente gefunden, die Auskunft über den damaligen Speiseplan gaben. 

Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Schloss_Burg 

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Burg Münzenberg

in der Wetterau

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Die seit 1162 namentlich bekannte Burg Münzenberg, regional auch Münzenburg oder Wetterauer Tintenfass genannt, liegt auf dem Münzenberg südlich des Ortes Münzenberg im hessischen Wetteraukreis. Sie ist eine der bedeutendsten aus dem Hochmittelalter stammenden Burganlagen Deutschlands. 

Unweit östlich des Münzenbergs, nahe dem ehemaligen Kloster Arnsburg bei Lich, entstand um 1000 auf Veranlassung des salischen Ministerialen Kuno die Arnsburg auf einem Geländesporn am Steilufer der Wetter. 1064 heiratete Kuno von Arnsburg, Gefolgsmann des Kaisers Heinrich III., Mathilde von Beilstein. Deren Erbtochter Gertrud von Arnsburg ehelichte Eberhard von Hagen aus der Dreieich. Die beiden wählten als Wohnsitz die Arnsburg und nannten sich fortan von Hagen und Arnsburg. Ihr Enkelsohn Konrad II. und seine Frau Luitgart stifteten 1150 auf dem Gelände eines ehemaligen Römerkastells unweit ihrer Burg das Benediktinerkloster Altenburg, das zur Abtei Fulda gehörte. Als Ausgleich erhielten sie von Fulda 1151 den unbesiedelten Münzenberg und verlegten nach 1156 ihren Sitz in die dort neu errichtete Burg. Ihr 1151 geborener Sohn Kuno I. nannte sich bereits von Münzenberg. Mit seinem Namen wurde 1162 die neue Stammburg erstmals in einer Urkunde Kaiser Friedrich Barbarossas erwähnt.

Der Ausbau der Burg durch Kuno I. von Münzenberg ab Mitte der 1150er Jahre und die damit einhergehende Entwicklung des gleichnamigen Ortes zu ihren Füßen konnte sicherlich nur mit Duldung Kaiser Barbarossas erfolgen und ist im Rahmen der kaiserlichen Politik zu sehen, die aus der Wetterau eine terra imperii, ein kaiserliches Reichsland, machen wollte. Kuno I. von Münzenberg begleitete als königlicher Kämmerer wiederholt Kaiser Barbarossa auf dessen Italienreisen und hielt sich auch sonst häufig in seiner Nähe auf. Sein Aufstieg zum einflussreichen Herrscher über die Wetterau war unaufhaltsam. Seine Parteinahme für die Staufer brachte er im Deutschen Thronstreit von 1198 deutlich zum Ausdruck, als er sich für Philipp von Schwaben, den Bruder des ein Jahr zuvor verstorbenen Kaisers Heinrich VI., als dessen Nachfolger stark machte.

In der Zeit Kunos I. entstanden wesentliche Teile der Ringmaueranlage um die Kernburg, der romanische Palas, der östliche Bergfried, der Torbau mit der darüber liegenden Kapelle und Teile des Küchenbaus. Spätestens 1174 endete die romanische Bauphase, ohne dass die Ringmauer vollendet wurde. Der Palas blieb unverputzt, der Küchenbau ein Torso. Da Kuno I. nach 1170 wichtige Güter und Rechte in der Wetterau erwarb, könnte Geldmangel der Grund für das plötzliche Ende der Baumaßnahmen an seiner Burg sein. Hierfür spricht auch, dass er 1174 die alte Stammburg der Familie von Arnsburg bei Lich an das Kloster Eberbach abgab, die dort Zisterzienser ansiedelten.

1207 starb Kuno I. Sein einziger Sohn Ulrich II. von Münzenberg blieb kinderlos, sodass mit dessen Tod 1255 die männliche Linie der Reichsministerialen von Münzenberg ausstarb.

Die Falkensteiner

Das Erbe Ulrichs II. wurde unter seinen Schwestern aufgeteilt, wobei Ysegarde von Münzenberg die Burg samt zugehöriger Ländereien in ihre Ehe mit Philipp von Falkenstein einbrachte.

Um 1260 begann unter diesem neuen Burgherren wieder eine rege Bautätigkeit. Der später nach ihm benannte nördliche Palas wurde errichtet, der Küchenbau vollendet, die Ringmauer geschlossen, deren bestehende Teile erhöht und schließlich ein zweiter Bergfried im westlichen Teil der Kernburg gebaut.

Der frühe Tod Philipps von Falkenstein 1270 verursachte ein 16 Jahre andauerndes Bemühen, die mittlerweile weit verstreuten Liegenschaften, die Ulrichs II. Schwestern geerbt hatten, wieder zusammen zu bringen. Dies gelang aber nur teilweise. Zwei Weinsberger Anteile sowie Schönberg und Pappenheim konnten zurückgekauft werden, während der Hanauische Anteil bei den Herren von Hanau verblieb.

1296 verließen die Reichsministerialen von Falkenstein endgültig die Burg Münzenberg und siedelten nach Lich um. 1418 starb mit dem Tod des Erzbischofs von Trier, Werner von Falkenstein, das Geschlecht derer von Falkenstein aus. Die Herren von Solms erbten die Burg Münzenberg ebenso wie deren Ländereien 

Die Solmser  

Nach 125 Jahren Leerstand gab es um 1424 wieder Aus- und Umbaumaßnahmen an der Burg Münzenberg zu vermelden. Der neue Burgherr Bernhard von Solms-Braunfels ließ zunächst einen Portenturm errichteten, wahrscheinlich das heute Mitteltor genannte Bauwerk. Es folgten die äußere Zwingeranlage mit Vorburg und die äußere Ringmauer mit einem Vortor. 1514 begannen die Herren von Solms-Lich, deren Linie sich kurz zuvor von den Braunfelsern abgespalten hatte und nun die Burg Münzenberg besaß, mit Umbauten des romanischen Burgteils im Stil der zeitgemäßen Spätgotik. Außerdem wurden der unter der Burgkapelle hindurchführende Tunnel erweitert, um Lafetten die Zufahrt zur Kernburg zu ermöglichen, und eine große westliche und vier kleinere Batterietürme in die äußere Ringmauer eingefügt. So zeichnete sie etwa 1620 Matthäus Merian noch mit Bergfrieden, die spitze Dächer trugen. Gut zu erkennen sind auch der westliche Batterieturm und der Portenturm.

Der Ausbau der Burg Münzenberg zur wehrhaften Festung konnte jedoch den Ansturm des Dreißigjährigen Krieges nicht aufhalten. Um 1621 quartierten sich auf der Burg Truppenteile der spanischen Habsburger ein, die von hier aus 1622 zur Schlacht bei Fleurus ausrückten. 1628 schließlich beschossen Soldaten des kaiserlichen Feldherrn Wallenstein die Burg und fügten ihr große Schäden zu. Am Ende des Krieges 1648 stand Burg Münzenberg nur noch als Ruine auf dem Basaltrücken.

An einen Wiederaufbau durch die Solmser Herrschaft war nicht zu denken. In den gräflichen Unterlagen der Zeit nach 1648 finden sich keine Posten mehr für Bau- oder Erhaltungsmaßnahmen an der Burg. Allerdings wurden mehrfach Personen, die die Burg als Steinbruch nutzten, mit Strafen belegt. Die Burg verfiel zusehends. 

Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Burg_M%C3%BCnzenberg 

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Burg Ravensberg

im Teutoburger Wald 

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Die Burg Ravensberg ist eine in Teilen erhaltene Höhenburganlage im nordöstlichen Nordrhein-Westfalen und Namensgeber des Ravensberger Hügellandes. Sie liegt auf einer Anhöhe etwa 2,5 km südlich von Borgholzhausen (Kreis Gütersloh) im Teutoburger Wald. 

Die Burg wurde um 1080 durch Hermann (II.) von Calvelage errichtet und war bis 1346 Stammsitz der Grafen von Ravensberg. Die von einer Ringmauer und einem Trockengraben umgebene Burg teilte sich in Vor- und Hauptburg auf. Der Zugang erfolgte über ein Torhaus mit Zugbrücke und anschließendem Zwinger. In beiden Burgteilen befanden sich Wirtschaftsgebäude, in der Hauptburg zusätzlich der Palas, der Bergfried, der Burgbrunnen und die Burgkapelle Sankta Magdalena.

Nach dem Tod des letzten einheimischen Grafen von Ravensberg im Jahre 1346 kam die Burg als Erbe zum späteren Haus Jülich-Kleve-Berg und später zu den Hohenzollern. Im Dreißigjährigen Krieg wechselte die Burg mehrfach den Besitzer. Während dieser Zeit, im Jahr 1646, wurde der Bergfried erneuert. 1662 wurde die letzte Burgbesatzung abgezogen.

1673 griffen Truppen des Fürstbischof von Münster Christoph Bernhard von Galen die Burg an und zerstörten sie weitgehend. 1695 wurde die dort untergebrachte Drostei aus den baufälligen Gebäuden der Burg verlegt. In der Folgezeit verfiel die Burg zusehends. Friedrich Wilhelm I. von Preußen ließ 1733 alle Gebäude abreißen, um aus den Steinen neue Häuser bauen zu lassen. Nur der Bergfried blieb bis heute stehen.

Um 1830 wurde der weitere Verfall der Burg nachhaltig gestoppt. Das Engagement des Oberpräsidenten der Provinz Westfalen Ludwig von Vincke führte nicht nur zum Erhalt der Burg, sondern auch zur Errichtung einer Aussichtsplattform auf dem Turm. 1868 wurde auf dem Burghof ein Forsthaus errichtet, um die Attraktivität als Ausflugsziel zu erhöhen und so zur Erhaltung beizutragen.

Im Jahre 2003 ging die Burg in den Besitz der eigens zu ihrem Erhalt gegründeten Stiftung Burg Ravensberg über.

2006 wurde der Bergfried umfassend saniert. Zur selben Zeit führten Studenten der Universität Bamberg mehrwöchige archäologische Ausgrabungen in der Vorburg durch. Der Bergfried kann weiterhin bestiegen werden. 

Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Burg_Ravensberg 

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Burg Wewelsburg 

Kreis Paderborn

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Vorgeschichte

Ein Vorgängergebäude war die von dem mittelalterlichen Chronisten Annalista Saxo erwähnte Wifilisburg, die während des 9. und 10. Jahrhunderts gegen die Ungarn genutzt wurde, die in der Volksüberlieferung als Hunnen galten. Dies geht aus der Sachsengeschichte des Chronisten der ersten Liudolfinger, Widukind von Corvey, hervor, der über Heinrichs I. (919–936) Auseinandersetzungen mit den Slawen schrieb:

„Die Daleminzier konnten seinem Angriff nicht widerstehen und holten gegen ihn die Awaren, die wir nun Ungarn nennen, einen im Krieg sehr harten Stamm. Wie manche glauben, waren die Awaren Reste der Hunnen.

Ein weiteres Gebäude wurde 1123 von Friedrich von Arnsberg errichtet. Nach seinem Tod im Jahre 1124 wurde die Burganlage von den Bewohnern des benachbarten Dorfes wieder zerstört, die von Arnsberg unterdrückt worden waren. 1301 verkaufte Graf Otto I. von Waldeck die Wewelsburg, die als Erbteil seiner Mutter Mechthild (* um 1235, † nach 13. August 1298), Tochter des Grafen Gottfried III. von Arnsberg, in seinen Besitz gekommen war, an den Fürstbischof von Paderborn. Ein Dokument über diesen Kauf erweist, dass sich zwei festungsähnliche Gebäude auf dem Hügel befanden: das Bürensche und das Waldecksche Haus. Bis 1589 wurde das Anwesen von den Fürstbischöfen an verschiedene Lehnsherren vergeben.

Fürstbischöfliches Schloss

Die Wewelsburg wurde in ihrer heutigen Form von 1603 bis 1609 vom Paderborner Fürstbischof Dietrich von Fürstenberg, der von 1585 bis 1618 regierte, als Schloss im Stil der Weserrenaissance erbaut, nachdem er sie 1589 nach mehrfachen Verpfändungen wieder ausgelöst hatte. Das Mauerwerk beider Vorgängergebäude wurde in das neue Gebäude integriert, das in seiner Gestalt nach den Vorgaben des spitzwinkeligen Geländes mit den drei Türmen den Charakter der Wewelsburg seither prägt.
Die Wewelsburg stellt ein so genanntes festes Schloss dar (franz. château fort), das als Wohn- und Verwaltungsgebäude Elemente von Wehrhaftigkeit zeigt und einige Zeit als Nebenresidenz der Fürstbischöfe diente. Nach Süden ist das Vorwerk von einer Ringmauer eingefasst. Dort verhindert ein Trockengraben den Zugang zum Gebäude. Den östlichen Trockengraben quert eine (Zug-)Brücke zum Eingangsportal, neben dem wie in den Südtürmen Schießscharten angebracht sind. Die Westseite liegt mit einer befestigten Auskragung am Talabhang. Alle drei Türme waren ursprünglich mit funktionslosen und nur auf symbolische Wirkung bedachten Zinnenkränzen versehen.

Der Südflügel ist der breiteste und wird von zwei Türmen gerahmt, die schmaler sind als der in der Nordspitze befindliche Hauptturm. Baumaterial ist witterungsempfindlicher Kalkstein, der ursprünglich unter Putz lag. Dieser Putz hob auch die farblich gestalteten Fensterfassungen und bunten bildhauerischen Elemente an Portalen und Erkern hervor.
Die Inschrift im Erker über dem Hauptportal – „Multi quaerent intrare et non poterunt“ = Viele wollen eintreten und können es nicht – weist vor allem auf das Recht des Schlossherrn hin, nicht allen Besuchern Zutritt zu gewähren. Das entsprach dem fürstbischöflichen Willen, im Gebiet Paderborns in der katholisch-protestantischen Konfessionsrivalität den Katholizismus bei seinen Untertanen durchzusetzen.

Das aufwändigste Portal zum Treppenturm mit Stifterinschrift und Lobpreis des Bauherrn und seines Geschlechts liegt im Innenhof und führte in den ersten Stock zu den Räumlichkeiten des Fürstbischofs im Süd- und Ostflügel und zum Festsaal im Westen. Allerdings haben die zweimaligen Zerstörungen unter Carl Gustav Wrangel im Dreißigjährigen Krieg 1646 und im März 1945 die Überlieferung der Baugeschichte stark beeinträchtigt, so dass in heutigen Museumsräumen nur noch Restbestände aus fürstbischöflicher Zeit zu sehen sind: ein mit sieben weiblichen Tugendallegorien versehener Kamin, ein Verhörraum mit anschließenden Verlieszellen (1631 fanden zwei Hexenprozesse statt), eine Richterloge, im Anschluss an Wohngemächer ein Abtritt.

Beim Wiederaufbau unter Fürstbischof Dietrich Adolf von der Recke wurden die Zinnenkränze auf den Türmen durch welsche Hauben ersetzt. Trotz des 1660 abgeschlossenen Wiederaufbaus verlor die Wewelsburg den Rang als Nebenresidenz der Fürstbischöfe. Ein letzter fürstbischöflicher Besuch ist für 1718 dokumentiert. Im 18. und 19. Jahrhundert wurde das Schloss wegen der Schulden des Landes nur notdürftig unterhalten. Die Verliese wurden 1752/53 Zivilkerker; 1759 dienten sie als Militärgefängnis vorwiegend für Deserteure. Die Rentmeister blieben mit ihren Familien und Bediensteten bis 1821 im Südostflügel die dauerhaftesten Bewohner.

Preußischer Besitz

1802 fiel die Burg in den Besitz Preußens. Am 11. Januar 1815 brannte der Nordturm nach einem Blitzschlag aus – nur die Außenmauern blieben stehen. Die vormalige Wohnung des Rentmeisters diente von 1832 bis 1934 als Pfarrwohnung.

Besitz des Kreises Büren

1924 wurde der Kreis Büren Eigentümer der Burg. Sie wurde in ein Kulturzentrum verwandelt. 1925 befanden sich darin ein örtliches Museum, ein Restaurant und eine Jugendherberge. Die Erhaltung der Burg wurde vom Verein zur Erhaltung der Wewelsburg unterstützt. Nach 1925 verlangsamten sich die Renovierungstätigkeiten. Ende der 1920er Jahre erwies sich der Nordturm als Schwachstelle der Architektur; im Winter 1932/33 wurde er mit schweren Eisenringen verstärkt.

Nationalsozialistische Zeit

Geplante und ausgeführte Bautätigkeit zwischen September 1934 und März 1945

Als leitender Architekt für den Umbau der Wewelsburg zur SS-Burg wurde bereits 1933 Hermann Bartels vom „Reichsführer-SS“ Heinrich Himmler ernannt. Seit 1934 war die Wewelsburg an die SS vermietet. Himmler, der Ostwestfalen während des lippischen Wahlkampfes 1932/33 kennengelernt hatte, wurde durch führende Nationalsozialisten aus der Region, insbesondere Adolf von Oeynhausen, auf die Wewelsburg aufmerksam gemacht. Himmler plante zunächst eine Schulungsstätte für SS-Führer. Ein kleiner Stab von SS-Wissenschaftlern wurde eingestellt. Ab Kriegsbeginn waren neue Pläne darauf gerichtet, aus der Wewelsburg einen Versammlungsort für die SS-Gruppenführer (Generäle), vor allem bei besonderen Anlässen, zu machen. Überlieferte Vorgaben Himmlers sahen die Aufhängung von Wappen der Gruppenführer (1937), die Durchführung einer jährlichen Gruppenführertagung mit Vereidigung (1938) und die Aufbewahrung der Totenkopfringe von verstorbenen Ringträgern (1938) vor. Die Wappenaktion wurde abgebrochen. Regelmäßige Gruppenführertagungen fanden nicht statt. Lediglich im Juni 1941 rief Himmler eine Gruppe von SS-Funktionsträgern zusammen, um ihnen die Kriegsziele des Russlandfeldzuges zu erläutern. Die Sammlung der Totenkopfringe scheint angelegt worden zu sein. Nach Aussage von Ortsansässigen nahmen amerikanische GIs solche Ringe 1945 mit.

Die baulichen Maßnahmen der SS erreichten – ungeachtet der eher vagen inhaltlichen Vorstellungen – beträchtliche Ausmaße. In den Anfangsjahren erhielt die Wewelsburg eine vollständig neue Inneneinrichtung, die zum Teil mit SS-Ornamentik geschmückt war. Das Äußere der Wewelsburg wurde durch Abnahme des Putzes, Vertiefung der Gräben und Errichtung einer neuen Brücke „burgähnlicher“ gestaltet.

In den Jahren 1936–1937 und 1939–1941 entstanden am Vorplatz zwei große SS-Verwaltungsgebäude. Im Dorf wurden eine Villa für den Chefarchitekten und Wohnhäuser für SS-Personal errichtet. Ab 1940 nahmen die Pläne unter dem Einfluss des von Himmler beauftragten Architekten Hermann Bartels gigantische Ausmaße an. Auf dem Gebiet des Dorfes Wewelsburg sollte eine neue Burganlage in einem Dreiviertelkreis mit einem Radius von 635 Meter um das alte Gebäude herum entstehen. Die Bewohner sollten ausgesiedelt werden.

Um die laufenden und geplanten Bauarbeiten im Krieg verwirklichen zu können, errichtete die SS ein Konzentrationslager in Wewelsburg. Das Lager bestand ab Mai 1939 zunächst aus einem Häftlingskommando, das dem Hauptlager Sachsenhausen unterstand. Ab 1941 wurde das KZ (am nunmehr dritten Standort am Ortsrand) zum staatlichen Hauptlager KZ Niederhagen erhoben. Es bestand bis zum April 1943. Die verbliebenen Häftlinge wurden organisatorisch dem KZ Buchenwald unterstellt. Von den insgesamt 3.900 nachgewiesenen Häftlingen aus fast allen von der Wehrmacht besetzten Ländern überlebten 1.285 das KZ nicht.

Im März 1945 befahl Himmler die Sprengung der Burganlage und der angrenzenden Verwaltungsgebäude. Die Wewelsburg brannte vollständig aus, ebenso das Wachgebäude; das benachbarte Stabsgebäude wurde vollständig zerstört.

Bedeutung

Nach Karl Hüser, dem das bis heute maßgebliche wissenschaftliche Werk zur Wewelsburg als „Kult- und Terrorstätte der SS“ zu verdanken ist, gingen die „SS-Ideologen“ davon aus, dass eine sächsische Wallburg erstes Vorgängerbauwerk war, und zwar aus der „Zeit der Abwehrkämpfe König Heinrichs I. um 930 gegen die Ungarn oder ‚Hunnen‘“, womit sie sich „sogar in Übereinstimmung mit der ersten schriftlichen Überlieferung über die Wewelsburg“ des Annalista Saxo befunden hätten.

Himmler war nämlich 1935 auf Heinrich I. aufmerksam gemacht worden, als Hermann Reischle, der ihn als stellvertretender Kurator im „Ahnenerbe“ vertrat, ihm am 24. Oktober 1935 mitteilte, dass die Stadt Quedlinburg um Unterstützung für die Ausrichtung der Feierlichkeiten zum 1000. Todestag Heinrichs I. am 2. Juli 1936 nachsuche. Er nannte diese Feier „propagandistisch [...] geradezu ein Geschenk des Himmels“ und schrieb: „Durch ihre zweckmäßige Gestaltung können wir mit einem großen Schlag das erreichen, was sonst auf propagandistischem Weg nur mühsam in Jahren durchgekämpft werden könnte. Schon aus diesem Grund muß die entscheidende Beteiligung der SS und damit unsere Einflußnahme auf die Vorbereitung und Gestaltung der Feier dringend befürwortet werden. Kurz darauf, am 6. November 1935, übernahm Himmler die Wewelsburg in seinen „Persönlichen Stab“ und verhängte ein (1939 erneuertes) Berichtsverbot über alle Vorgänge auf der Burg. Im Dezember 1935 legte er fest, „dass die SS mit der Stadt Quedlinburg alleiniger Träger der Feiern am 2. Juli 1936 sein sollte.

Wie sich Himmlers Umgang mit Heinrich I., den spät kennen gelernt zu haben er in seiner Todestagsrede am 2. Juli 1936 bedauerte, auf die Wewelsburg auswirkte, lässt sich nur über Indizien erschließen. So war für die Umgestaltung der Wewelsburg der Staatskonservator Robert Hiecke ebenso verantwortlich wie auch für die von Himmler initiierten Umbauten an der Quedlinburger Stiftskirche und an der Widukind-Gedächtnisstätte in Enger.

Zu Heinrich I. gehört als wichtigste siegbringende Reliquie der ottonischen Dynastie die Heilige Lanze. Sie war für Albert Brackmann, mit dem sich Himmler seit 1938 über die Ottonen austauschte, die „Lanze des heiligen Kriegers und Märtyrers Mauritius. In der Fortführung von Otto Höflers Germanentheorie, in der sie zum Speer Wotans geworden war, konnte sie jedoch auch weiter als Symbol germanischen Herrschertums gedeutet werden. Die Lanze wurde offensichtlicher Bezugspunkt für die Bauentwürfe Hermann Bartels’, in denen der dreieckige Burggrundriss als Spitze einer zunächst der Heiligen Lanze nachgebildeten Lanzenform, später einem Speer mit der geradlinigen Burgzufahrt als langem Schaft glich. Auf der Wewelsburg werden indessen wegen der nicht mehr zur Kenntnis genommenen Bedeutung der Burg für die SS als Gründung aus dem 10. Jahrhundert alle Bezugnahmen auf die Heilige Lanze ausschließlich als Gerüchte oder Erscheinungen phantastischer Literatur, von Esoterik und Rechtsextremismus nach 1945 veranschlagt.

Jan Erik Schulte meint 2009 die Bedeutung der Burg für Himmler nur aus der um die Wewelsburg angesiedelten Sage von der „Schlacht am Birkenbaum“ ablesen zu können. Als Schilderung eines finalen Kampfes zwischen Ost und West habe sie den Hintergrund für Himmlers Einladung der SS-Gruppenführer im Juni 1941 vor dem Russlandfeldzug abgegeben. Viel mehr Sinn ergibt sich aber daraus, Himmlers Verhältnis zur Realität nicht ausschließlich durch eine Sage, sondern die Wewelsburger Kriegsankündigung in Anlehnung an die von Albert Brackmann zu vorbildlichen Ostpolitikern und Ostkolonisatoren stilisierten Herrscher Heinrich I. und Otto I. abgesichert zu sehen. Denn Brackmann hatte 1939 nach Beginn des Polenfeldzugs auf Bestellung der SS eine „weltgeschichtliche“ Betrachtung über Krisis und Aufbau in Osteuropa verfasst, die 1940 auch in 7000 Exemplaren an die Wehrmacht ging (vgl. hierzu auch „Plan Otto“).

Für Brackmann lagen nämlich die Ansprüche auf Ostexpansion in der mit den Ottonen beginnenden 1000-jährigen „deutschen“ Erfolgsgeschichte den Slawen gegenüber begründet. Das war Gemeinplatz der Ostforschung. Am 6. Oktober 1943 bezog sich Himmler in seiner Posener Rede auf einer „der bemerkenswertesten Zusammenkünfte von Parteifunktionären“ (Bradley Smith / Agnes Peterson) nach seiner Ernennung zum Reichsinnenminister ausdrücklich auf die Leistungen Heinrichs I., dessen Reichsautorität er zur anstehenden Lösung der kriegsbedingten Probleme beschwor. Wie effektvoll und flächendeckend die Ottonen vor allem preußischerseits instrumentalisiert worden waren, zeigte sich in der Reaktion der Polnischen Westforschung, die sich nach 1945 im Schutze des „panslawistischen Kommunismus“ (Eugen Kogon, 1947) mit einem ebenfalls auf 1000 Jahre veranschlagten Nationalanspruch wehrte und mit ausdrücklichem und wiederholtem Verweis auf die Ottonen auf die „Reslawisierung“ einstmals slawischer Gebiete drängte. 

Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Wewelsburg 

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Burg Sternberg 

Kreis Lippe 

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Die Burg Sternberg befindet sich im Kreis Lippe in Nordrhein-Westfalen an der Westgrenze der Großgemeinde Extertal zur Gemeinde Dörentrup. Eigentümer der Höhenburg ist der Landesverband Lippe 

Als Vorläufer Burg Sternbergs gilt die etwa 1,5 Kilometer nordöstlich gelegene Burgruine „Alt-Sternberg“, die bereits im 12. Jahrhundert genutzt wurde.

Vom Bau bis zum Dreißigjährigen Krieg

Die ältesten Fundamente der Ringmauer der Burg Sternberg lassen sich durch keramische Funde in die Zeit um 1100 datieren. Diese Umfassungsmauer wurde in der Mitte des 12. Jahrhunderts erheblich verbessert und ausgebaut, in diesem Zeitraum sind an der Innenseite der Mauer Stampflehmböden und Pfostenkonstruktionen nachweisbar.

Die Errichtung eines steinernen Wohnturms an der nordwestlichen Ecke des Burgberges geschah um 1240 durch Graf Heinrich I. von Sternberg, der seit 1243 als erster Träger des Namens „von Sternberg“ nachgewiesen ist, davor wurde er als Heinrich III. von Schwalenberg geführt. Reiche Zins- und Pachterträge aus den umliegenden Ländereien, vor allem aber erhebliche Einkünfte aus der Salzgewinnung in Bad Salzuflen ermöglichten den Aufbau der Burg Sternberg. Urkundlich belegt ist der Besitz der Burg durch Heinrich Graf von Sternberg für das Jahr 1245, das erste Urkundensiegel mit dem Wappen Sternbergs stammt aus dem Jahre 1252, die erste urkundliche Erwähnung Sternbergs bezieht sich auf das Jahr 1266.

Die Sternberger Grafen gerieten schon sehr bald in finanzielle Nöte, 1317 bezeichnet sich Graf Simon I. zur Lippe als „Tutor“ (Vormund) der Herren zu Sternberg. Die Burg selbst trägt diesen Namen auch nach dem Tode des letzten Sternberger Grafen im Jahre 1399 weiter.

Ab 1369 wurde die Burg und Grafschaft Sternberg an Graf Otto von Holstein und Schaumburg verpfändet und 1377 an die Schaumburger Grafen verkauft. Johann I., der letzte Sternberger Graf, verzichtete 1391 auf sein vorbehaltenes Rückkaufsrecht. Danach verpfändete Graf Otto von Holstein und Schaumburg Teile der Grafschaft Sternberg, Schloss und Stadt Barntrup und Dorf Salzuflen sukzessive an die Edelherren zur Lippe.

1405 wurde die Burg und Grafschaft Sternberg an die Edelherren Bernhard VI. zu Lippe und Graf Hermann zu Everstein verpfändet, die sich in der Folgezeit erheblich über das Sternberger Pfand zerstritten (Everstein’sche Fehde). Hermann zu Everstein schied aus dem Vertrag aus, in der Folgezeit verpfändeten die Edelherren zur Lippe die Burg weiter. Pfandnehmer waren die Familien der Edelleute von Zerssen, von Quernheim, von Münchhausen, von Wend, von Molenbeck, de Went, von Westphal und von Kerssenbrock.

Die Edelherren zur Lippe führten seit der ersten Hälfte des 15. Jahrhunderts umfangreiche Erweiterungsbauten durch, sie errichteten den Südturm, das Rendantenhaus und bauten das untere Burgtor aus. Das war auch dringend nötig, denn der als „Sternbergischer Krieg“ bezeichnete Streit zwischen Edelherren zur Lippe und den Schaumburger Grafen gipfelte 1424 in der Verwüstung der Städte Barntrup und Bösingfeld, sowie Schloss Alverdissen. Es ist nicht bekannt, in welchem Ausmaß die Burg Sternberg hier in Mitleidenschaft gezogen wurde. Der Historiker Franz Carl Theodor Piderit berichtet jedoch, dass Burg Sternberg […] im Jahr 1430 abgebrannt, doch bald hernach wieder aufgebauet worden sei. Ebenfalls stark gelitten hatte die Burg in der Soester Fehde. 1444 berichten die Urkunden dat de Sternberg gebroken was. Die Schäden wurden umgehend behoben, denn 1447 gelang es dem Pfandinhaber Johann von Molenbeck, die Burg gegen den Angriff eines 15.000 Mann starken Heeres des Erzbischofs Dietrich von Köln zu verteidigen.

Ab 1471 gab es erneut Spannungen zwischen Schaumburg und Lippe wegen der Sternberger Pfandschaft, Burg und Amt Sternberg wurden von Bernhard VII. zur Lippe gehalten. Es gehörte zu den Pflichten der Kirchenherren zu Bösingfeld, seit 1492 eine monatliche Seelenmesse für Bernhard in der Kapelle auf Sternberg zu lesen.

Ab 1521 wurde die Burg und das Amt Sternberg von einem auf der Burg ansässigen Drosten verwaltet, 1564 und 1583 wurde Sternberg im Zuge erneuter Streitigkeiten um den Schaumburger Anteil an Sternberg von Landsknechten der Grafen zur Lippe besetzt. Ein weiterer drohender Konflikt um Sternberg konnte durch die Eheschließung Graf Simon VI. zur Lippe mit der verwitweten Elisabeth von Schaumburg im Jahre 1585 beigelegt werden. 1588 fand die Taufe ihres ersten Kindes auf der Burg Sternberg statt.

Simon VI. ließ durch Baumeister Hermann Wulff den Ausbau des Nordturmes zum Pallas, dem heutigen Rittersaal, ausführen. Ebenso beauftragte er den Steinmetzen Meister Peter Steinbohm mit den Türgewänden im Erdgeschoss des Nordturmes und dem Kamin im Rittersaal, in dessen Sims die Wappen der Eheschließung der Häuser zur Lippe und von Schaumburg zu sehen sind. 

 Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Burg_Sternberg 

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Burg Blankenberg 

Nordrhein-Westfalen

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Die Burg Blankenberg ist eine Burgruine auf einem 152 Meter hohen Bergkamm oberhalb der Siegschleife im Ortsteil Stadt Blankenberg der Gemeinde Hennef, Nordrhein-Westfalen. 

Die Höhenburg dürfte zwischen 1150 und 1180 errichtet worden sein.

Die Grafen von Sayn. zwei Brüder Eberhard I. und Heinrich I., übertrugen 1152 die Burg und den Hof Sayn bei Bendorf dem Erzbischof von Trier, nachdem der Erzbischof von Köln Arnold II. diese belagern und zerstören ließ, und residierten in Blankenberg. Nachdem sie sich militärisch ruhig hielten, ließ Arnold II. sie gewähren.

Im Jahr 1363 gingen die Burg mit Stadt und dem Umland an die Grafen und späteren Herzöge von Berg.

Im Dreißigjährigen Krieg wurde die Burg von schwedischen Truppen erobert und einige Jahre besetzt. Später wurde die Burg teilweise geschleift, um anderen Kriegsherren kein lohnendes Ziel mehr zu bieten.

1829 erwarb Major Friedrich Wilhelm von Delitz den Burgberg Blankenberg mit der Ruine und Teilen der Altstadt, um dort ein Weingut zu betreiben. 1913 wurde das Gelände an den Fabrikanten Richard Grüneberg verkauft.

Heute bietet die Burganlage mit vier Türmen und Stadtmauer noch das Bild einer kompakten Burganlage. 

Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Burg_Blankenberg_(Sieg) 

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Burg Dasburg

Rheinland-Pfalz 

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Die Dasburg ist eine Burgruine in der Südeifel im Deutsch-Luxemburgischen Naturpark auf einem Hügel bei der Ortsgemeinde Dasburg an der Our im Eifelkreis Bitburg-Prüm in Rheinland-Pfalz. 

Die Höhenburg wurde wahrscheinlich um 850 als Wehranlage errichtet und diente Prümer Mönchen als Fluchtburg. Im 14. Jahrhundert wird sie erstmalig als „Daysberhc castrum“ erwähnt, gehört der Abtei Prüm und ist Lehen der Grafen von Vianden.

Die Grafen hatten die Dasburg und den Ort als Lehen von der Abtei Prüm. Als Gegenleistung mussten die Viandener der Abtei Schutz gewähren. Durch diese Situation hatte Dasburg immer bekannte und grosse Adelshäuser im Namen: Vianden, Von Sponheim, Nassau und Oranien. Noch heute trägt die niederländische Königin den Zusatz „Freifrau von Dasburg” in ihrem Titel. 1414 ist die Burg den Grafen von Nassau übereignet, 1580 bis 1604 im Besitz von König Wilhelm von Spanien, im 17. bis 18. Jahrhundert nassauisch-oranischer Besitz. Im Jahr 1625 listet der damalige Geistliche Herr Pastor Jakob Pott 35 Häuser namentlich auf. Die Herrschaft Dasburg erfüllte zu jener Zeit wichtige strategische Aufgaben zum Schutz der Grafenburg Vianden als Sicherung der Durchgangsstraße vom Westen. Die Herrschaft umfasste die Meiereien Dasburg, Daleiden und zeitweise Binscheid und Harspelt. Als Sitz der Herrschaft hatte Dasburg ein eigenes aus Schultheissen und Schöffen bestehendes Gericht. Im Jahre 1794 erfolgte die Besetzung durch die französischen Revolutionstruppen. Daraus resultierte auch der Klöppelkrieg. Anführer der Klöppelkriegsarmee war der damalige Dasburger Schlossjäger Karl Bormann. Im Jahre 1813 ließ General Oudinot (er erhielt die Dasburg für seine militärische Verdienste von Napoleon) das Dasburger Schloss durch den damaligen Notar Dupont versteigern.

1945 ging die Burgruine an das Land Rheinland-Pfalz und wurde 1965 der staatlichen Schlösserverwaltung übergeben.

Zurzeit wird die Burg restauriert. Nach Abschluss der Sanierungsarbeiten soll die Burg verpachtet werden. Der Pachtvertrag wird öffentlich ausgeschrieben, da es bereits mehrere Interessenten hierfür gibt 

Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Dasburg_(Burg) 

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Burg Krautheim 

Hohenlohekreis in Baden-Württemberg 

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Die Burg Krautheim wurde 1213 von Wolfrad I. von Krautheim auf einem Bergsporn über Krautheim errichtet. Heute sind von der weitläufigen Anlage noch der Bergfried, Mantelmauer, Teile des Palas sowie eine hochgotische Kapelle mit herrschaftlicher Empore erhalten. Nach wechselnden Herrschaften befindet sich die Anlage heute im Besitz des Landes Baden-Württemberg. 

In Krautheim befand sich bereits im frühen Mittelalter eine Fluchtburg. Bei archäologischen Grabungen konnte ein Abschnittswall mit Graben im Ostteil der Stadt (dem heutigen Altkrautheim) nachgewiesen werden. Dabei handelte es sich um eine Holz-Erdmauer, wie sie von den Kelten und Alamannen errichtet wurden.

Die Geschichte der heutigen Burg geht zurück auf das 12. Jahrhundert. Zu dieser Zeit begann der lokale Adel, seine Sitze aus den Tälern auf strategisch günstiger gelegene Berge zu verlegen. Vermutet wird, dass mit dem Bau der Anlage um 1172 von einem Godefridus begonnen wurde, der in einem würzburgischen Dokument aus diesem Jahr als Kleriker in Krautheim genannt wird. Sicher ist, dass der Bergfried den ältesten Teil der Burg darstellt. Er wurde aus großen Tuffsteinquadern im Typus einer Stauferburg gebaut. Der Zugang zu diesem Turm befand sich in 10,5 m Höhe über dem Boden. Zunächst hatte der Turm wohl eine einziehbare hölzerne Treppe, ehe er in einer späteren Bauperiode über eine Brücke mit dem Palas verbunden wurde.

Gegen Ende des 12. Jahrhunderts wurde die Burganlage erheblich erweitert. Die drei Brüder Wolfrat, Crato (Kraft) und Konrad von Krautheim ließen eine Hochmantelmauer, den Palas und einen Halsgraben vor der Mauer an der Bergseite anlegen. Zu dieser Zeit gab es zwei Zugänge zur Burg. der eine befand sich am Halsgraben. Hier führte eine Zugbrücke in das Innere der Anlage. An der Westseite führte ein steiler Bergpfad vom Tal zur Burg. Um 1230 wurde die Kapelle umgebaut. Dafür musste der Eingang zu Burg verlegt werden. Die früher kleine Kapelle wurde um die Torhalle erweitert und der Chor in den östlichen Palas hinein geschoben. In den Jahren von 1240 bis 1242 wurden in Krautheim vermutlich die staufischen Reichskleinodien (Reichskrone, Zepter und Reichsschwert) verwahrt.

Im 14. Jahrhundert kam die Burganlage mit der Stadt in den Besitz des Erzstiftes Mainz, wo sie bis zur Säkularisation im Jahre 1802 verblieb.

Literarische Berühmtheit erlangte die Burg durch Götz von Berlichingen. Er schrie hier 1516 dem in der Burg sitzenden Kurmainzer Amtmann Max Stumpf seine Meinung mit dem Kraftausdruck Er sollt mich hindhen lekhen entgegen. Der Götz-Gedenkstein erinnert heute an der Originalstelle an dieses Ereignis.Goethe nahm das Zitat später in sein berühmtes Schauspiel Götz von Berlichingen auf, in dem allerdings die historische Treue keineswegs gewahrt ist. Im Bauernkrieg wurde die Anlage 1525 zerstört. Ab 1612 wurde sie vom Mainzer Erzbischof Johann Schweikhard von Kronberg schlossartig erweitert.

1889 wurde bei Restaurierungsarbeiten der heutige Eingang zur Burg durch die Schildmauer geschlagen 

Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Burg_Krautheim 

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Burg Niederburg

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Die Niederburg im gleichnamigen Ort Niederburg im Hunsrück, Rheinland-Pfalz, ist eine mittelalterliche Burgruine aus dem 12. oder 13. Jahrhundert. Sie wurde zu einem heute nicht mehr feststellbaren Zeitpunkt von den Trierer Erzbischöfen errichtet, um für ihre zahlreichen Kämpfe gegen die Stadt Oberwesel einen nahen, günstig gelegenen befestigten Platz zu besitzen, um von dort aus die Angriffe zu leiten – so auch in der Weseler Fehde, auch Weseler Krieg genannten Auseinandersetzung zwischen Erzbischof Werner von Falkenstein und der Stadt Oberwesel 1390/1391, in der erstmals Feuergeschütze im Rheinland eingesetzt wurden. In den Jahren 1362–1388 weilte Erzbischof Kuno II. von Falkenstein auf Burg Niederburg – als Residenz und zur Überwachung des Baus der seinerzeit von ihm vollendeten Residenzburg Peterseck oder Thurnberg genannten Burg Maus.

Wenig ist von der Burganlage heute noch erhalten. Dazu gehören ein Stück der Burgmauer mit zwei runden Ecktürmen, einer im Norden mit ca. 9 m Außendurchmesser, 7 m Höhe (2004) und 3 m Wandstärke, durch dessen Außenseite eine ca. 2 m breite, schachtförmige Öffnung mit einem Maueransatz verläuft, der andere mit unterirdischen Fundamentteilen als Stumpf (3 m). Am zweigeschossigen Mauerstück zwischen den beiden Türmen lässt sich der Aufriss des zerstörten Palasgebäudes an den drei Bögen von 3–4 m Spannweite mit drei Mauernischen, Fensterbänken und kleinen Fenstern noch erkennen. Wie bei vielen verfallenen Gebäuden diente auch diese Anlage als Steinbruch. 

Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Burg_Niederburg 

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Burg Steckelberg 

Bei Schlüchtern

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Die Burg Steckelberg ist eine Burgruine bei Ramholz, einem Ortsteil von Schlüchtern in Osthessen, Deutschland 

Der Name der Burg geht auf den mittelhochdeutschen Begriff für „steiler Berg“ (Stechelnberc) zurück. Als Reichsburg diente die Befestigungsanlage dem Schutz der Verkehrswege, die durch den Bergwinkel führten. Die von Fulda nach Franken verlaufende Weinstraße führte hier über den Höhenrücken der Breiten First; diese bedeutende Nord-Süd-Verbindung, die der Altstraßenforschung bereits aus karolingischer Zeit bekannt ist, tangiert die Befestigungsanlage in ihrem Verlauf zwischen Veitsteinbach und Sterbfritz.

Von 1131 bis 1391 hatten die Herren von Steckelberg auf einer nahe gelegenen Vorgängeranlage ihren Stammsitz. Diese alte Burg Steckelberg befand sich nordöstlich der heutigen Ruine auf einem Ausläufer der Breiten First, der heute als Alteburgberg oder Nickus bekannt ist. Das Freiherrgeschlecht Hermann von Steckelberg wird um 1167 erwähnt. Etwa zwischen 1240 und 1276 muss die Burg kurzzeitig im Besitz des Bistums Würzburg gewesen sein. 1274 verpfändete der Bischof Berthold II. die Burg an den Grafen Reinhard I. (Hanau), den er als Bundesgenossen benötigte. 1276 wurde sie wohl widerrechtlich besetzt und als Raubritterburg benutzt. Die Burg wurde 1276 auf Befehl König Rudolfs I. zerstört. Dieser fällte am 14. Oktober 1276 das Urteil, dass die Steckelburg niedergebrochen und ohne kaiserliche Erlaubnis nie wieder aufgebaut werden solle. Angeblich ging von ihr eine Bedrohung für den Landfrieden aus; wahrscheinlich diente diese Maßnahme aber eher dazu, den Besitz des Landvogts und Vertrauten des Königs, dem Hanauer Grafen, in diesem Gebiet zu arrondieren. Den Herren von Steckelberg bleiben allerdings Verwaltungs- und Nutzungsrechte erhalten.

Über die Entstehungsgeschichte der alten Burg Steckelberg bestehen keine näheren Erkenntnisse. Es gilt jedoch als gesichert, dass auch diese nicht die älteste Befestigungsanlage an diesem Standort gewesen ist: 1969 wurden in unmittelbarer Nähe die Reste einer ca. 0,38 Hektar großen Ringwallanlage entdeckt, die auf das Frühmittelalter datiert wird.

Mitte des 14. Jahrhunderts stirbt die Familie von Steckelberg im Mannesstamm aus, Besitzungen und erbliche Lehen fallen an die Töchter bzw. deren Ehemänner, unter ihnen die Frowin von Hutten († 1377). Dieser erbt unter anderem Äcker und Fluren am Steckelberg. Frowins Sohn Ulrich von Hutten († 1423) nutzt diese Ausgangsposition, um im Jahr 1388 den Burgberg erneut zu befestigen und die Burg Steckelberg an ihrem heutigen Standort zu errichten. In formaljuristischer Umgehung des königlichen Verbots wird diese Befestigung, um einige hundert Meter versetzt, oberhalb des 1276 zerstörten Vorgängerbaus errichtet. Dieser faktische Rechtsbruch bleibt unbestraft, da Ulrich die Besitzrechte an der Burg wieder dem Würzburger Bischof überträgt und sie damit der Verfügungsgewalt der eigentlichen Landesherren, namentlich der Grafen von Hanau, entzieht.

Nach dem Tod Ulrichs wird die Gesamtfamilie mit der Burg Steckelberg belehnt. 1452 schließt Lorenz von Hutten († 1498) einen Burgfrieden mit den anderen Ganerben, in dem neben der Höhe der gemeinschaftlichen Unterhaltszahlungen und der Versorgung der Burg im Belagerungsfall auch festgelegt wird, wer unter welchen Bedingungen die Burg als Basis für Fehden nutzen darf. Trotz des Vergleichs kommt es wohl ab 1452 zum Streit zwischen Hutten-Steckelberg und ihrem Lehnsherren Würzburg, als diese 32 außenstehende Ganerben mit aufnehmen wollten. 1458 wird deshalb die Burg belagert und schließlich von Bischof Johann erobert. Schon 1459 gibt er aber, nach einem Vergleich, die Burg zurück. Die teilweise zerstörte Burg wird neu aufgebaut bzw. erneuert und wieder bewohnt.

Am 21. April 1488 wird Ulrich von Hutten hier geboren. In einem Brief an Willibald Pirckheimer aus dem Jahr 1518 schildert er anschaulich - aber wohl überzeichnet - die Zustände auf der heimatlichen Burg.

1525 berennen aufständische Bauern den Steckelberg, scheitern aber. Ab Mitte des 16. Jahrhunderts gewinnt der Nebensitz im Dorf Ramholz, am Fuß des Burgbergs gelegen, für die Besitzer an Bedeutung. Als Wehranlage bleibt der Steckelberg aber bis ins spätere 17. Jahrhundert erhalten, wie auch die Verpfändungen im Dreißigjährigen Krieg deutlich machen. Philipp Daniel von Hutten († 1687) ist der letzte adlige Bewohner der Burg. Aus dieser Zeit stammt auch eine Handzeichnung, die den Bau in seiner letzten, wahrscheinlich seit 1509 nicht mehr maßgeblich veränderten Ausbauphase zeigt. Um 1700 dient die Burg bereits als Steinbruch. Es kann davon ausgegangen werden, dass sie im Zuge des Dreißigjährigen Krieges schon unbewohnbar wurde. 

Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Burg_Steckelberg 

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Burg Stettenfels  

Landkreis Heilbronn

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Die Burg Stettenfels über der Ortschaft Untergruppenbach im Landkreis Heilbronn ist eine seit dem Mittelalter bestehende Burg und Schlossanlage, die heute für kulturelle Veranstaltungen genutzt wird. 

Die Burg wurde im 11. Jahrhundert erbaut. Ihr Bau erfolgte vermutlich zur gleichen Zeit wie der vieler anderer Burgen in der Nähe. Sie wechselte schon frühzeitig häufig den Besitzer. Ab 1356 war Stettenfels Eigentum von Burkhard, Ritter von Sturmfeder. Von 1462–1478 waren die Herren von Helmstatt Besitzer der Burg. Bei der Eroberung 1504 im Landshuter Erbfolgekrieg durch die Württemberge (Herzog Ulrich) kam die Burg in deren Besitz und wurde 1507 Lehen des württembergischen Erbmarschalls Konrad Thumb von Neuburg. Sein Sohn Hans Konrad Thumb von Neuburg verkaufte das Lehen 1527 an Philipp von Hirnheim, der als Reformator von Gruppenbach gilt. 

1551 erwarb Anton Fugger, ein Neffe Jakobs des Reichen die Burg. Sein Sohn Hans Fugger ließ die Anlage 1576 durch den Baumeister Wendel Dietrich zu einem Renaissanceschloss umbauen. 1594 brannte das Schloss aus, wurde jedoch abermals durch Dietrich wiederhergestellt. Im 18. Jahrhundert erfolgte noch der Versuch der Gründung eines Kapuzinerhospizes durch die Fugger, diese Bauten wurden jedoch 1735 von Württemberg zerstört. 1747 erwarb Herzog Karl von Württemberg die Anlage, 1829 erwarb die Gemeinde Gruppenbach den Besitz und behielt sich bei späteren Veräußerungen Nutzungsrechte vor. Im 18., 19. und 20. Jahrhundert erfolgten kontinuierliche Umbauten. 1852 erwarb der Rotgerber Friedrich Korn aus Calw das Anwesen, 1858 der Hamburger Kaufmann Anton Mayer, 1881 der Gutsherr Friedrich Bürkle. Bis 1888 beherbergte die Anlage das staatliche Forstamt, im selben Jahr erwarb der Weinsberger Landwirt Christian Hildt die Burg.

1901 kaufte der Kölner Jurist Dr. Walter Putsch die Anlage und renovierte die Gebäude in zeitgenössischem Stil. 1918 erwarb die Familie Haldenwang das Anwesen. 1924 erwarb der Schuhfabrikant Siegfried Levy aus Kornwestheim die Anlage, in der er ein Gestüt errichtete. Am 5. Oktober 1937 wurde jedoch das Schloss „arisiert“ und der jüdische Besitzer floh nach Südafrika. 1939 wurden die alte Vogtei (1576) umgebaut und Teile der Anlage abgerissen, um eine „Ordensburg“ der NSDAP zu errichten, was aufgrund des Krieges nicht mehr realisiert werden konnte.

Nach dem Zweiten Weltkrieg stand die Anlage zunächst unter amerikanischer Vermögensverwaltung. Ab 1946 wurde durch die evangelische Kirche ein Freizeit- und Altenheim auf der Burg betrieben. 1951 gelangte die Burg durch ein Wiedergutmachungsverfahren an die Witwe von Siegfried Levy, die die Burg 1957 an Friedrich Spieser verkaufte, von dessen Erben die Anlage 1994 an den Fleiner Architekten Roland Weimar überging. 

Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Burg_Stettenfels 

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Burg Wertheim 

Bei Wertheim

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Die Burg Wertheim ist eine Höhenburg auf einer hohen, schmalen Bergzunge zwischen den beiden Tälern von Main und Tauber oberhalb der Stadt Wertheim. Sie ist eine der ältesten Burgruinen Baden-Württembergs 

Die Grafen von Wertheim, Angehörige des fränkischen Adelsgeschlechts der Reginbodonen, nannten sich erstmals 1132 nach Wertheim. In diesem Jahrhundert wurde mit dem Bau der Burg begonnen, die sich auch zu einem kulturellen Mittelpunkt entwickelte. Der Dichter Wolfram von Eschenbach stand in enger Verbindung mit den Grafen von Wertheim. Seine Anwesenheit auf der Burg darf als sicher angenommen werden. Bis ins 17. Jahrhundert wurde der Grafensitz immer weiter mit wehrhaften Befestigungsanlagen und großen Wohnpalästen ausgebaut.

1556 starb das Grafengeschlecht von Wertheim aus. Ihm folgte Ludwig Graf zu Stolberg-Königstein, der 1598 von einem seiner Schwiegersöhne, Graf Ludwig von Löwenstein, abgelöst wurde.

Durch eine Pulverexplosion wurden 1619 Teile der Burg zerstört.Im Dreißigjährigen Krieg wurde die Burg von den Schweden besetzt, und durch den Beschuss der kaiserlichen Truppen 1634 folgten weitere Zerstörungen. Seitdem liegt sie in Trümmern.

Ab 1982 wurde die Burgruine mit erheblicher Unterstützung des Landes Baden-Württemberg saniert. Seit 1995 ist sie im Besitz der Stadt Wertheim, die sie den Vorbesitzern, den ehemaligen Adelsgeschlechtern Löwenstein-Wertheim-Freudenberg und Löwenstein-Wertheim-Rosenberg, abkaufte.

Anlage

Hinter einem tiefen Halsgraben stehen die Bauten auf höhengestaffeltem Felsterrain. Zusätzlich war die Burg durch die starken Außenwerke der Zeit nach 1400 gesichert, und Flügelmauern verbanden sie mit der Stadt, die sich in ihrem Schutz entwickelte. Auf östlicher Seite von einer hohen Mantelmauer umschlossen, steht inmitten der Oberburg der schlanke Bergfried. Das Palasgebäude, ehemals mit Burgkapelle, vervollständigt das Bauprogramm der ältesten Burganlage, von der noch dreiteilige Fenstergruppen der Stauferzeit erhalten sind. Durch einen achteckigen Treppenturm mit einem schönen Portal von 1562 werden Palas und Wohnbau miteinander verbunden. Auf deutlich tieferer Bergstufe steht die Vorburg, die immer weiter zur Wohnburg ausgebaut wurde. Heute eine imposante Ruine, übertrifft der um 1600 errichtete „neue” Löwensteiner Bau den stattlichen Johannesbau. Richtung Taubertal stößt ein spätgotischer Altan mit durchbrochener Maßwerkbrüstung hervor. Der Archivbau über dem Torhaus stammt noch aus der Barockzeit. 

Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Burg_Wertheim 

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Burg Windeck

Rhein-Sieg-Kreis 

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Die Burg Windeck ist eine Ruine in Windeck im Rhein-Sieg-Kreis. Die Burgruine liegt auf dem Schlossberg oberhalb von Altwindeck. Die Burg wurde als „castrum novum in windeke“ bereits 1174 erstmals urkundlich erwähnt, doch gilt es unter Archäologen als wahrscheinlich, dass sie älter ist, als dieses Datum aussagt. 

Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Burg_Windeck_(Sieg) 

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